16.02.2021 12:15 |

Viele Beschwerden

Wenn der DPD-Zusteller gar nicht erst anläutet

Seit Monaten boomt der Online-Handel. Im Lockdown sind auch viele zu Hause und können Bestellungen entgegennehmen. Muss man dann trotzdem sein Paket selbst abholen, ist es ärgerlich, vor allem wenn der Zusteller die persönliche Übergabe gar nicht versucht hat. Besonders die Beschwerden über den Kurierdienst DPD häufen sich.

Wer Ware im Internet bestellt, erwartet die Lieferung zu sich nach Hause und nicht in den nächsten Paketshop. Beim Zusteller DPD haben sich zuletzt allerdings Klagen gehäuft, dass das Unternehmen nicht einmal versuche, die Ware zuzustellen und sie stattdessen gleich im nächsten Paketshop zur Abholung deponiere. Ein Vorgehen, das nun die Aufsichtsbehörde RTR auf den Plan gerufen hat.

Seit Herbst häufen sich die Beschwerden. Das Problem: Die Zustellung werde nicht einmal versucht, sondern das Paket lande direkt in einem Paketshop, obwohl die Empfänger - nicht zuletzt wegen der Corona-Ausgangsbeschränkungen - nachweislich zu Hause waren, hieß es am Freitag von Arbeiterkammer (AK) und der auch für Postdienstleistungen zuständigen Regulierungsbehörde RTR. Sie vermutet ein größeres Problem, die Post-Control-Kommission (PCK) hat ein Aufsichtsverfahren eingeleitet.

Zumindest ein Zustellversuch ist Pflicht
Dabei seien Postdienstleister aufgrund des Postmarktgesetzes verpflichtet, zumindest einen persönlichen Zustellversuch zu tätigen, erläuterte die RTR. Nur wenn der Empfänger nicht angetroffen werden kann, dürfe eine Hinterlegung im Paketshop erfolgen.

„Krone“: Derzeit häufen sich Beschwerden über DPD. Worum geht es?
AK-Konsumentenschützerin Daniela Zimmer: Bei der Paketzustellung wird die Übergabe gar nicht versucht, sondern sofort eine Abhol-Benachrichtigung hinterlassen, oft ist die Abholstation sogar sehr weit entfernt.

Welche Rechte haben Betroffene dann?
Leider ist die Position als Konsument sehr schwach, da der Zusteller im Vertragsverhältnis mit dem Händler und nicht mit dem Kunden steht.

Gibt es etwas, das man dennoch tun kann?
Konsumenten sollten sich jedenfalls bei der Schlichtungsstelle (poststreitschlichtung@rtr.at) melden. Je mehr Beschwerden, desto eher kann man den Praktiken ein Ende setzen.

Quelle: krone.at/Kronen Zeitung

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