09.01.2021 16:53 |

Kein Hindernis

Neue Gesichtserkennung erkennt selbst Maskenträger

Die coronabedingte Maskierung von Mund und Nase stellt moderne Gesichtserkennungsysteme vor Herausforderungen. Beim japanischen Technologieunternehmen NEC hat man daher nun ein System entwickelt, dass Menschen selbst dann identifiziert, wenn diese einen Mund-Nasenschutz tragen. Erste Kunden gibt es bereits.

Wie Reuters berichtet, hatte NEC bereits an der neuartigen Gesichtserkennung gearbeitet, um den Bedürfnissen von Allergikern gerecht zu werden, die Maske tragen, als die Corona-Pandemie es dazu veranlasste, die Entwicklung zu beschleunigen. „Der Bedarf wuchs aufgrund der Coronavirus-Situation noch mehr, da der Ausnahmezustand (im letzten Jahr) lange andauerte, und so haben wir diese Technologie jetzt auf den Markt gebracht“, so Shinya Takashima, stellvertretender Leiter der digitalen Plattformabteilung von NEC, zur Nachrichtenagentur.

Das System stellt demnach fest, wenn eine Person eine Maske trägt, und konzentriert sich dann auf nicht verdeckte Bereiche wie die Augen, um die Identität zu überprüfen. Der ganze Prozess dauert laut NEC weniger als eine Sekunde, die Genauigkeitsrate liege bei mehr als 99,9 Prozent. Dass das System maskierte Menschen derart präzise identifizieren kann, dürfte allerdings dem Umstand geschuldet sein, dass Nutzer sich zur Erkennung zuvor mit einem Foto ihres - unmaskierten - Gesichtes registrieren müssen.

Bei Fluggesellschaften bereits im Einsatz
Dem Unternehmen nach könne das Gesichtserkennungssystem an Sicherheitsschleusen in Bürogebäuden und anderen Einrichtungen eingesetzt werden. NEC testet die Technologie auch für automatisierte Zahlungen in einem unbemannten Lebensmittelgeschäft in der Zentrale in Tokio. Zu den ersten Kunden zählen demnach die beiden Fluggesellschaften Lufthansa und Swiss.

Gesichtserkennung bedeute, dass man keine Sicherheitskarte vorlegen müsse, die verloren gehen oder gestohlen werden könne, und helfe auch, die Verbreitung von Keimen durch Berührung von Oberflächen zu verhindern, sieht Takashima gleich mehrere Vorteile in der Verwendung der Technologie. „Die berührungslose Verifizierung ist aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus extrem wichtig geworden“, wird der NEC-Manager zitiert. „Wir hoffen, dass wir in Zukunft durch verstärkte Bemühungen in diesem Bereich zur Sicherheit und zum Seelenfrieden beitragen können.“

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Montag, 18. Jänner 2021
Wetter Symbol