Corona und Lockdowns

Starker Rückgang bei Verkehrstoten 2020 in OÖ

Die Zahl der Verkehrstoten ist in Oberösterreich im Vorjahr deutlich zurückgegangen, 65 Todesopfer sind aber Mahnung verstärkte Maßnahmen umzusetzen, betont der VCÖ. Österreichweit wurde trotz dreimaligen Lockdowns das Verkehrssicherheitsziel verfehlt.

65 Menschenleben wurden im Jahr 2020 laut vorläufigen Daten durch Verkehrsunfälle in Oberösterreich ausgelöscht. Da es vorläufige Daten sind, kann die Zahl der Todesopfer noch geringfügig steigen.

Verkehrsrückgang
Es ist aber die niedrigste Anzahl an Verkehrstoten in Oberösterreich seit Beginn der Unfallstatistik. Der Verkehrsrückgang durch die Coronakrise und den dreimaligen Lockdown macht sich auch in der Unfallstatistik bemerkbar. Die bisher niedrigste Anzahl an Verkehrstoten verzeichnete Oberösterreich im Jahr 2014 mit 75, berichtet der VCÖ.

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Jeder Verkehrstote ist einer zu viel. Die einzig akzeptable Zahl an tödlichen Verkehrsunfällen ist null. Und diesem Ziel gilt es so nahe wie möglich zu kommen.

VCÖ-Sprecher Christian Gratzer.

Verkehrssicherheitsziel verfehlt
Auch österreichweit wurde ein neuer Tiefstand bei der Anzahl der Verkehrstoten erreicht, erstmals war die Zahl der Todesopfer mit 338 unter 400. Aber das Verkehrssicherheitsziel von weniger als 312 Verkehrstoten wurde deutlich verfehlt.

Vorbild Schweiz
Der Vergleich mit der Schweiz verdeutlicht den Aufholbedarf Österreichs. Österreich hatte im Vorjahr um rund 80 Prozent mehr Verkehrstote als die Schweiz mit 187 im gesamten - coronafreien - Jahr 2019. „Die Schweiz setzt vor allem beim Tempo an. Aus gutem Grund. Auch in Österreich ist nicht angepasste Geschwindigkeit die Hauptursache tödlicher Verkehrsunfälle.Mit dem Tempo steigt das Risiko eines schweren Unfalls“, so VCÖ-Sprecher Gratzer.

Niedriges Tempolimit und hohe Strafen
In der Schweiz sind die Tempolimits niedriger und auch die Toleranzgrenzen. Die Strafen insbesondere für Raser sind hingegen deutlich höher. Die Schweizer Städte setzen auf Verkehrsberuhigung, vor allem auf Begegnungszonen. In Begegnungszonen gilt maximal Tempo 20, Fußgängerinnen und Fußgänger haben Vorrang.

Sichere Bahn
Zudem wirkt sich der hohe Bahnanteil positiv auf die Verkehrssicherheit aus. In der Schweiz wurden im Vorjahr mit durchschnittlich 2.500 Kilometer um rund 1.000 Kilometer pro Einwohner mehr mit der Bahn gefahren als in Österreich.

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