14.12.2020 07:53 |

Marktmachtmissbrauch

Kalifornien will sich Google-Klage anschließen

Kalifornien will sich einer Klage des US-Justizministeriums gegen Google anschließen. Der Generalstaatsanwalt des Bundesstaates, Xavier Becerra, reichte am Freitag offiziell einen entsprechenden Antrag ein und ist damit der erste Demokrat, der offen den Vorstoß unterstützt.

Das US-Justizministerium und ursprünglich elf Bundesstaaten taten sich im Oktober zusammen. Inzwischen sind weitere US-Staaten dazu gekommen. Sie werfen dem kalifornischen Konzern Missbrauch seiner Marktmacht vor. Googlewies dies zurück und bezeichnete die Klage als nicht hilfreich für die Verbraucher. „Sie könnte sogar die Telefonpreise erhöhen, den Menschen den Zugang zu den gewünschten Dienstleistungen erschweren und Suchdienste von geringerer Qualität künstlich stützen“, so der Konzern in einem Blogpost.

Google zählt mit einem Umsatz von 162 Milliarden Dollar (rund 137,5 Milliarden Euro) zu den größten Unternehmen der Welt. Anti-Trust-Verfahren von ähnlichen Dimensionen gab es in den USA 1998 gegen Microsoft und 1974 gegen AT&T. Das Microsoft-Verfahren wird wegen der Einbremsung des Softwarekonzerns als ein Wegbereiter des Internetbooms angesehen. Das AT&T-Verfahren führte zu einer Neuordnung des Telefonnetzes in den USA.

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