Grüne Stadt-Oasen

Die Murmetropole zaubert Mini-Parks aus der Tasche

Steiermark
08.11.2020 06:00

Sie sind vielen Grazern ein großes Anliegen: mehr Grünflächen. Zwar wird im neuen Stadtteil Reininghaus ein großer Park errichtet, sonst ist das aber schwerlich möglich - schließlich müsste man dafür ganze Häuserblocks wegreißen. Stattdessen werden jetzt überall in der Murmetropole „Pocket-Parks“ hergezaubert.

„Pocket-Parks“ sind kleine Parks - im Taschenformat sozusagen: zwischen 1000 und 4000 Quadratmeter klein. Zum Vergleich: der Augarten mit der neuen Bucht ist 75.000 Quadratmeter groß, der Stadtpark sogar 220.000.

Diese Mini-Parks sollen „Grätzl-Treffs nach Wiener Vorbild“ sein, erklärt Robert Wiener, der Leiter der städtischen Abteilung für Grünraum. Und außerdem seien sie „natürliche Klimaregulatoren gegen die Überhitzung der Stadt“.

Siegfried Nagl, Bürgermeister von Graz (Bild: Christian Jauschowetz)
Siegfried Nagl, Bürgermeister von Graz

In manchen Fällen bedarf es nur einer Umgestaltung öffentlicher Flächen. Bestes Beispiel sind die drei Wiesen-Dreiecke bei der Technischen Universität (beim Rechbauer-Kino, im Bereich Haydngasse/Wastiangasse sowie zwischen Rechbauerstraße, Technikerstraße und Morellenfeldgasse), die demnächst zu Parks umfunktioniert werden sollen.

Teilweise werden solche Parks auch in Kooperation mit Bauträgern angelegt. Bestes Beispiel: die „Trittstein-Parkkette“ im dicht verbauten Bezirk Jakomini - eine Geh- und Radwegachse mit mehreren „Pocket-Parks“ zwischen der Fröhlichgasse und der Jauerburggasse. In diesem Bereich sind große Wohnbauprojekte geplant: Auf dem Messeparkplatz baut die Haring Group, in der Jauerburggasse die Venta Group.

Stadt Graz kauft Grundstücke
Um diese grünen Oasen in der grauen Asphaltwüste zu schaffen, hat die Stadt Graz in den letzten Jahren viele Millionen Euro investiert. So wurden im Zuge der Grünraumoffensive seit dem Jahr 2015 Flächen im Ausmaß von mehr als 600.000 Quadratmetern angekauft. „Der nächste Schritt wird die Gestaltung und Nutzbarmachung dieser Flächen sein“, sagt Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP).

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