11.10.2020 06:00 |

„Bin krank, was nun?“

Die fünf wichtigsten Fragen zur Wien-Wahl

Was gilt es bei der ersten Wiener Gemeinderatswahl unter Corona-Bedingungen zu beachten? Wir haben die fünf wichtigsten Fragen - mit den ausführlichen Antworten zum heutigen Urnengang zusammengefasst. Alles Wissenswerte zur Maskenpflicht im Wahllokal, Mitbringen des eigenen Kugelschreibers und was zu tun ist, wenn man krank im Bett liegt.

1.) Wie verhalte ich mich im Wahllokal?

1494 Wahllokale stehen am Sonntag zwischen sieben und 17 Uhr in der ganzen Stadt zur Verfügung. Diese strikten Schutzmaßnahmen gelten in den - heuer vergrößerten - Räumlichkeiten:

  •  Ab dem Betreten der Räumlichkeit ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen.
  •  Ein Mindestabstand von einem Meter zu anderen Personen ist einzuhalten.
  •  Plakate und Ordner weisen auf die Vorgaben hin und überwachen die Einhaltung.
  •  „Identifikationsparavent“: Um die Identität des Wahlberechtigten festzustellen, muss dieser seinen Mund-Nasen-Schutz kurz abnehmen. Das geschieht in einem Plexiglas-Verschlag, hinter den sich der Wahlberechtigte stellt. Wer ein durchsichtiges „Face-Shield“ trägt, muss dieses nicht abnehmen.
  •  Ausweis nicht vergessen!
  •  Es wird ersucht, den eigenen Kugelschreiber mitzubringen.
  •  Kontaktstellen wie Tische, Urnen, Wahlzellen werden alle zwei Stunden desinfiziert.
  •  Jedes Wahllokal soll zumindest stündlich gelüftet werden.
  • Wahllokal mit Plexiglasbox zur Gesichtskontrolle

2.) Wie geben Erkrankte ihre Stimme ab?

Wahlberechtigte, denen der Besuch eines Wahllokals nicht möglich ist (und die nicht bereits mit Wahlkarte abgestimmt haben), können heute, Sonntag, von einer besonders ausgerüsteten fliegenden Wahlbehörde besucht werden. Das gilt auch für Wahlberechtigte, die an Covid-19 erkrankt sind oder als Verdachtsfall eingestuft wurden. In diesen speziellen Fällen legen die Wahlhelfer, die in die Wohnung kommen, FFP2-Masken ohne Ausatemventil, Gesichtsvisiere, Einmalkittel und Handschuhe an. Zudem werden die fliegenden Wahlbehörden bei Covid-Einsätzen von Sanitätern unterstützt.

Achtung: Voraussetzung für die Stimmabgabe vor der fliegenden Kommission ist eine Wahlkarte, die bis spätestens 7. Oktober schriftlich beantragt werden musste. Oder ein Bevollmächtigter holte die Wahlkarte bis Freitag ab.

3.) Wohin mit meiner Wahlkarte?

Noch nie haben so viele Wiener wie diesmal von der Möglichkeit der Briefwahl Gebrauch gemacht. Mehr als 380.000 Wahlkarten wurden ausgestellt.

Ausgefüllte und unterschriebene Wahlkarten können bis heute, Sonntag, 9 Uhr, in die Briefkästen geworfen werden. Es gibt heute Sonderentleerungen. Auf 1100 Briefkästen sind Aufkleber angebracht, auf denen der letzte Entleerungszeitpunkt für die fristgerechte Briefwahl zu finden ist. Auch die Briefwahlstimmen müssen bis heute, 17 Uhr, wenn alle Wahllokale schließen, bei den Bezirkswahlbehörden eingetroffen sein.

Neben dem Postweg kann jeder Wähler seine Wahlkarten-Stimme selbst oder durch einen Boten in jedem Wahllokal wienweit abgeben bzw. abgeben lassen. Bis 17 Uhr. Und nicht vergessen: Unterschrift auf dem Kuvert! Sonst ist die Stimme ungültig.

4.) Kommt die Kommission ins Heim?

Auch wer sich am Wahltag in einem Krankenhaus oder einer Pflegeeinrichtung befindet, kann seine Stimme abgeben. Sie haben folgende Möglichkeiten:

 Die einfachste Möglichkeit ist, per Briefwahl zu wählen. Die (wichtig: unterschriebene!) Wahlkarte muss bis spätestens am Wahltag, dem 11. Oktober 2020, um 17 Uhr per Post oder durch einen Boten (das können auch Angehörige sein) bei der zuständigen Bezirkswahlbehörde einlangen. Die Adresse ist auf der Wahlkarte aufgedruckt. Sie kann auch am Wahltag in jedem Wahllokal bis 17 Uhr abgegeben werden.

 Auf Wunsch werden Patienten oder Bewohner von einer mobilen Wahlkommission direkt am Krankenbett besucht. Selbstverständlich unter Einhaltung aller Corona-Schutzmaßnahmen. Kommission anfordern beim Stadtservice 4000-4001 (ist auch am Sonntag besetzt).

5.) Was gilt für die Wahlhelfer?

Nicht nur die Wähler, auch die Beisitzer und Wahlhelfer unterliegen heuer besonderen Bedingungen. Die Stadt hat für alle an der Wahl und an der Auszählung beteiligten städtischen Bediensteten wie auch den Beisitzern, Vertrauenspersonen etc. eine freiwillige Corona-Testung bei der Landessanitätsdirektion angeboten. Knapp 12.000 Personen wurden in Summe zur Teilnahme am Screening eingeladen. Die Teilnehmer erhalten sowohl vor als auch nach der Wahl einen Gurgeltest.

Auf die Sauberkeit im Wahllokal wird besonders geachtet. Das Reinigungspersonal wurde aufgestockt. Zusätzlich stehen am heutigen Wahltag mobile Sonderreinigungsteams für die Behebung von Verschmutzungen und das Nachfüllen von Seife, Papierhandtüchern und WC-Papier bereit. Zu Desinfektionsmaßnahmen siehe oben (im Wahllokal).

Kronen Zeitung

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