08.10.2020 12:56 |

Forscher decken auf:

Sicherheitslücken im Who-is-Who der Virenscanner

Wer einen Virenscanner installiert, will damit die Sicherheit am PC erhöhen. Der Virenscanner kann unter Umständen aber auch zum Problem werden: IT-Security-Forscher der israelischen Firma CyberArk haben in fast allen populären Lösungen Schwachstellen entdeckt, die sich Cyberkriminelle zunutze machen und den Virenscanner schlimmstenfalls zum Einfallstor für ihre Schädlinge machen können. Die Hersteller haben prompt reagiert.

Das geht aus der Studie des CyberArk-Forschers Eran Shimony hervor, aus der unter anderem das IT-Security-Nachrichtenportal „Hacker News“ zitiert. Demnach habe man bei eingehender Analyse der populärsten Virenscanner festgestellt, dass so gut wie alle von ihnen angreifbar waren - darunter große Namen wie Kaspersky, McAfee, Symantec, Fortinet, Check Point, Trend Micro, Avira und auch der kostenlose Microsoft Windows Defender.

Virenscanner haben weitreichende Rechte
Die meisten entdeckten Schwachstellen hängen damit zusammen, dass Virenscannern im System sehr weitgehende Rechte eingeräumt werden, die sie grundsätzlich auch brauchen, um etwa Dateien in Quarantäne verschieben oder verseuchte Daten löschen zu können.

Findige Malware-Entwickler, so die Befürchtung, könnten sich das zunutze machen und den Virenscanner dazu bringen, wichtige Dateien zu löschen. Bei solchen Angriffen droht die Selbstzerstörung des Virenscanners oder der ganzen Windows-Installation, führte - krone.at berichtete - bereits vor einigen Monaten das IT-Sicherheitsunternehmen Rack911 Labs vor.

Hersteller haben bereits nachgebessert
Die Hersteller, die von CyberArk auf die Schwachstellen aufmerksam gemacht wurden, haben diese mittlerweile behoben. Der Report ruft aber in Erinnerung, dass ein Antiviren-Programm kein Allheilmittel ist und der gebotene Schutz auch mit einer gewissen Verwundbarkeit einhergeht. Warten die Hersteller ein Antiviren-Tool nicht ausreichend oder finden Cyberkriminelle Schwachstellen, von denen selbst der Hersteller noch nichts weiß, können sie vom Schutzschild zum Sicherheitsrisiko werden.

 krone.at
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