17.09.2020 09:41 |

Dienstleister Oracle

TikTok: Trump „nicht glücklich“ mit geplantem Deal

US-Präsident Donald Trump hat Aussichten für den Deal gedämpft, der die Video-App Tiktok in den USA retten soll. Nach bisherigen Ankündigungen soll der amerikanische Software-Konzern Oracle die Rolle eines „Technologie-Partners“ übernehmen, während nach Medienberichten der chinesische Tiktok-Besitzer Bytedance die Mehrheit behalten will.

Mit einer solchen Lösung wäre er „nicht glücklich“, sagte Trump am Mittwoch. Er werde allerdings erst am Donnerstag über Einzelheiten des Plans informiert. Das „Wall Street Journal“ berichtete danach, das Weiße Haus dränge darauf, dass amerikanische Investoren die Mehrheit bei Tiktok bekommen.

Trump verlangt Verkauf bis 20. September
Trump stellte Bytedance ursprünglich vor die Wahl, sich entweder am US-Markt von Tiktok zu trennen, oder ein Aus der App in den USA in Kauf zu nehmen. Trump bezeichnet Tiktok als Sicherheitsrisiko mit der Begründung, dass chinesische Behörden an Daten von Amerikanern kommen könnten. Tiktok und Bytedance bestreiten dies.

ByteDance erteilte Microsoft Absage
Microsoft verhandelte wochenlang über einen Kauf des Tiktok-Geschäfts in den USA, Kanada, Neuseeland und Australien. Allerdings torpedierte die chinesische Regierung diese Lösung mit einer neuen Regel, wonach Software-Algorithmen wie die von Tiktok nur mit ihrer Genehmigung ins Ausland verkauft werden dürfen.

Oracle soll sich um Nutzerdaten kümmern
Daraufhin wurde der neue Plan mit der Beteiligung von Oracle ausgearbeitet. Nach Medienberichten sollte Oracle die Speicherung der Daten von US-Nutzern übernehmen - und auch Zugang zum Software-Code von Tiktok bekommen. So sollte sichergestellt werden, dass die Plattform keine Hintertüren für chinesische Behörden enthält. Zudem werde das globale Geschäft von Tiktok gemäß dem Plan in einer neuen Firma mit Sitz in den USA gebündelt, hieß es.

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