Jetzt Chlorgeruch:

20.000 Steyrer noch eine Woche ohne Trinkwasser

Die Hälfte der drittgrößten Stadt des Landes ist seit Freitag bereits ohne Trinkwasser. Trotz fieberhafter Suche konnte der Grund für die Verunreinigung noch immer nicht erörtert werden. Die Rückkehr zur Normalität soll für 20.000 Steyrer frühestens am Montag erfolgen. Das sorgt für Unmut.

„Das abgekochte Wasser ist einfach ungenießbar. Das kannst du vergessen“, schäumt Dietmar Stockenreitner. Seit Freitag muss der Steyrer wegen festgestellten Fäkalkeimen in der städtischen Leitung ohne Trinkwasser auskommen. „Was mich aber noch mehr ärgert, ist die mangelnde Information“, spricht er dabei vielen der 20.000 Betroffenen aus der Seele

Spärliche Informationen
Tatsächlich fließen die Infos spärlich. Aus dem Magistrat sickerte gestern erst am späten Nachmittag ein Update durch. Ab heute, Dienstag, wird ein Chlorierungsgerät der Linz AG das Leitungssystem entkeimen. Dadurch wird das Wasser in ganz Steyr einen Chlorgeruch haben. „Das ist völlig ungefährlich“, meint Bernhard Pospisil. Das Reinigen der Leitung wird drei bis vier Tage in Anspruch nehmen. Nach einer Überprüfung durch ein Labor der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit sollte das Wasser am kommenden Montag für den Genuss freigegeben werden können.

Ursache unklar
Auf die Frage nach der Ursache des Problems wusste Pospisil keine Antwort. Wie berichtet, haben viele Steyrer die Schrebergartenanlage Steyrdorf mit vielen illegalen Sickeranlagen im Verdacht.

Auch in Oberkappel hapert´s
Auch in Oberkappel (Bezirk Rohrbach) ist Geduld gefragt. Vor zwei Wochen wurden Verunreinigungen im Wasser festgestellt. „Den Grund kennen wir noch nicht. Wir haben mit der Chlorierung begonnen und hoffen, dass am Montag alles in Ordnung ist“, so VP-Ortschef Manuel Krenn.

 OÖ-Krone
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Freitag, 18. September 2020
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