08.08.2020 05:00 |

Sommertemperaturen

Hitzetipps vom Roten Kreuz

Damit Sie auch an heißen Sommertagen einen kühlen Kopf bewahren können, sollten Sie einige Ratschläge beachten. Mit den richtigen Verhaltensmaßnahmen die Hitze genießen, ohne dabei die Gesundheit zu gefährden. 

Trinken Sie bei hohen Temperaturen zwei bis drei Liter über den Tag verteilt. Ideal sind kühles Wasser, ungesüßte Tees, verdünnte Fruchtsäfte oder auch kalte Suppen. Das hilft den Flüssigkeits- und Elektrolytverlust durch das Schwitzen auszugleichen", erklärt Rotkreuz-Chefarzt Dr. Wolfgang Schreiber. Finger weg von Alkohol und Koffein - sie belasten den Kreislauf zusätzlich.

  • Duschen Sie nicht kalt, sondern lauwarm, um sich zu erfrischen. Das öffnet die Poren, und der Körper gibt die Wärme besser ab. Besprühen Sie Gesicht, Arme, Unterschenkel und Füße mit einer Sprühflasche. Vor allem ältere Menschen brauchen Abkühlung. Sie schwitzen weniger als Jüngere. Dadurch wird die Körpertemperatur nicht ausreichend reguliert. Mehr Wohlbefinden können auch kalte Umschläge und Fußbäder bringen.
  • Vermeiden Sie körperliche Anstrengung in der Hitze. Nutzen Sie die kühlen Morgen- und Abendstunden, um Sport zu treiben oder Einkäufe zu erledigen. Bleiben Sie im Schatten. Auch die Kleidung sollte man an die Temperaturen anpassen: Weite, luftige Kleidung und Sonnencremes mit hohem Lichtschutzfaktor schützen vor Sonnenbrand und Hautkrebserkrankungen.
  • Tipps für ein cooles Zuhause: Damit die Hitze draußen bleibt, schließen Sie untertags Vorhänge, Jalousien und Fensterläden. Lüften Sie morgens und abends gutdurch und lassen Sie idealerweise die Fenster nachts offen. „Wenn das nichts nützt, ab ins Kino, Einkaufszentrum, in die Bücherei oder in ein Cooling Center des Roten Kreuzes. Schon wenige Stunden im Kühlen entlasten den Körper erheblich“, betont Dr. Schreiber.

  • Todesfalle Auto: Lassen Sie niemals Kinder oder Tiere alleine im Auto zurück. Wenn die Sonne auf das geparkte Fahrzeug knallt, können die Temperaturen innerhalb weniger Minuten auf gefährliche 70 Grad steigen.

  • „Kümmern Sie sich um Ihre Mitmenschen“, appelliert Schreiber. „Fragen Sie Ihre Nachbarn - besonders dann, wenn es sich um ältere Menschen handelt, wie sie mit der Hitze zurechtkommen und ob sie Unterstützung benötigen.“
  • Kopfschmerzen, Schwindel, Schlappheit, Krämpfe in Armen oder Beinen, trockener Mund bis hin zu Übelkeit und Erbrechen - das alles kann auf einen Hitzenotfall hindeuten. Erste HIlfe Maßnahmen: Den Betroffenen in den Schatten bringen und die Körpertemperatur durch Kühlen sowie Zuführen von kühlem Wasser zu senken. Beim Hitzschlag ist der Fokus auf die Kühlung des Kopfes zu legen, da die Hitze auch zu Hirnschwellungen führen kann. Daher Stirn und Nacken mit Wasser benetzen sowie Umschläge für Arme und Beine machen: dazu kann beispielsweise ein feuchtes Handtuch verwendet werden. Die Person sollte aufrecht sitzen und Wasser trinken. Falls diese Maßnahmen nicht rasch zu einer Besserung führen, unbedingt den Notruf 144 wählen!

Karin Rohrer-Schausberger, Kronen Zeitung

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