28.07.2020 07:45 |

Sturm 2020

Neustart ist für Jantscher alter Hut

Nach dem Konkurs 2006 setzte Sturm aus finanziellen Gründen auf die eigene Jugend, jetzt will man den schwarzen Nachwuchs wieder verstärkt forcieren. Damals wie heute dabei: Jakob Jantscher! Der 31-Jährige über den Neustart seines Herzensklubs und was er den Jungen ins Stammbuch schreibt.

Zurück in die Zukunft! Sturm neu will wieder das Sturm von damals werden, mit mehr jungen Eigengewächsen, mit mehr steirischem Herzblut. Wie nach dem Konkurs 2006, als der Kuckuck auf dem maroden Klub pickte. Damals wie heute beim Neustart dabei: Jakob Jantscher!

„Die Beweggründe der beiden Neuanfänge waren verschieden, dennoch gibt’s Parallelen“, sagt der Sturm-Routinier. Der eigene Nachwuchs, der in den letzten Jahren ein stiefmütterliches Dasein führte, rückt wie 2006 auch jetzt mehr in den Fokus. „Ich begrüße den Weg, ich hab es seinerzeit auch deshalb geschafft.“ Aus der Not wurde eine Tugend gemacht.

Sturms Rasselbande schlug ein, begeisterte die Fans mit Angriffsfußball und schaffte in der ersten Saison nach dem Konkurs unter Franco Foda gleich Platz vier. „Wir haben damals die Chance bekommen und sie genützt. Wir haben gezeigt, dass wir es können“, sagt der Mittelfeldspieler.
Kein Freifahrtschein
Doch Jungsein allein, das richtet Jantscher seinen schwarzen Nachfolgern aus, ist kein Freifahrtschein. „Wenn du bei den Profis acht, neun Chancen bekommst und keine nützt, dann wird die zehnte nicht mehr kommen. Du musst besser sein! Alt oder jung dürfen nie ein Kriterium sein.“
Salmutter, Säumel, Leitgeb, Jantscher, Beichler, Prödl und wie sie alle heißen, hatten einfach Klasse. Ob es die jetzige Generation ebenfalls drauf hat, wird sich weisen. „Talent haben viele, aber du brauchst den nötigen Biss, die richtige Einstellung und eine mentale Stärke. Es ist ein großer Unterschied, ob du wie zuletzt in leeren Stadien spielst oder vor Tausenden Fans“, weiß Jantscher, der unlängst im Archiv gekramt hat: „Damals waren wir 17, 18 Steirer in einem 26-Mann-Kader. Von diesem Weg ist man extrem abgekommen.“

Burghard Enzinger
Burghard Enzinger
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