17.08.2020 12:00 |

Stress, lass nach!

Rushing Woman Syndrom: Frauen im Dauerstress

Job, Familie, Alltag - wir alle sind täglich unzähligen Stresssituationen ausgesetzt. Haben auch Sie manchmal das Gefühl, dass Ihr Tag einer einzigen endlos langen To-do-Liste gleicht und Sie sich in diesem Hamsterrad völlig aus dem Blick verlieren? Viele Frauen versuchen, den steigenden Anforderungen des modernen Lebens auf allen Ebenen gerecht zu werden - oft auf Kosten ihres Schlafes, der Nerven und ihrer Gesundheit. Was genau bedeutet Stress für Körper und Seele? Plus: Buchtipps und Test - sind auch Sie eine „Rushing Woman“?

Besser, schneller, mehr und am besten alles gleichzeitig - viele Menschen sind von den steigenden Anforderungen des modernen Lebens überfordert. Viele Studien zeigen, dass sich der Stresslevel bei vielen Menschen in den letzten Jahren stark erhöht hat. Trotz Home-Office und eingeschränkter Freizeitaktivitäten sind viele Situationen doch nach wie vor eine Herausforderung im Job- und Familienalltag.

Mehr Arbeit in immer weniger Zeit
„Wir packen immer mehr Arbeit in immer weniger Zeit. Die Taktung ist schneller geworden. Jeder erwartet sofort eine Antwort, Mittagspause ist was für Weicheier, und wer um 18 Uhr geht, wird gefragt: Arbeitest du Teilzeit?“, berichtet die Heilpraktikerin Uschi Eichinger, die eine Burnoutpraxis betreibt, aus ihren Erfahrungen. Tatsächlich sind „zu viel Arbeit“ sowie „Termindruck/Hetze“ auch die meistgenannten Stressoren in Zusammenhang mit dem Job.

Was aber passiert genau bei Stress im Körper?
Eigentlich ist Stress eine sinnvolle Reaktion auf Gefahren - zum Beispiel, wenn ein Raubtier wie der viel zitierte Säbelzahntiger den Urmenschen bedrohte. Dann sendet das Gehirn ein Signal an die Nebennieren, die daraufhin Stresshormone ausschütten. Diese versetzen den Körper in den Hochleistungsmodus, um sämtliche Kräfte für Kampf oder Flucht zu mobilisieren, so Eichinger. Wie stark man auf Stress reagiert, kommt auf die persönliche Resilienz an und welche Situationen als Gefahr bewertet werden. Auch unterscheiden sich Frauen von Männern: Die Herren der Schöpfung neigen dazu, alles alleine regeln zu wollen, „fressen es in sich hinein und fallen irgendwann um“. Frauen hingegen haben „eher das Problem, überall perfekt sein zu wollen“.

Als Folge der ständigen Überbelastung haben stressbedingte Beschwerden in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten deutlich zugenommen, wie die Krankenkassen verzeichnen. Als Anzeichen werden Erschöpfung, Antriebslosigkeit sowie eine verringerte Leistungsfähigkeit im Job genannt.

„Stress findet im Körper statt“
Trotz der allgemein anerkannten Zunahme der beruflichen Anforderungen lässt sich aber nicht immer nur durch diese das Ausmaß der Stressbelastung und Erschöpfung erklären. Mancher Manager fühlt sich bei einer 60-Stunden-Woche topfit, während die deutlich weniger arbeitende Teilzeit-Bürokraft bereits mit 30 Arbeitsstunden mehr als am Anschlag ist. Es kann also nicht die Arbeitsbelastung allein sein, die an den Kräften zehrt. „Meist werden Stressprobleme heute rein als psychische Probleme gesehen, aber das wird der Sache nicht gerecht“, ist Uschi Eichinger überzeugt. „Denn die Psyche spielt zwar eine wichtige Rolle, aber letztlich findet der Stress ja im Körper statt.“

Im Wettlauf mit der Zeit
Überforderung und Erschöpfung zeigen nämlich laut Eichinger oftmals ein Nährstoffdefizit in den Zellen an. Diese sorgen mit ihrem Stoffwechsel dafür, dass wir genügend Power haben, um unser tägliches Pensum zu bewältigen. Als „Treibstoff“ benötigen sie Nähr- und Vitalstoffe, die wir mit der Ernährung aufnehmen müssen - umso mehr, je höher die Belastung ist.

Den Akku aufladen
Geht der Treibstoff aus, machen die Zellen schlapp. Und das passiert heute leider recht häufig. „Der Organismus braucht Aminosäuren, Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe. Die stecken aber nicht ausreichend in Gummibärchen und Weißmehlbrötchen“, erklärt die Stressexpertin. „Dazu kommt, dass durch die ausgelaugten Böden heute in vielen Nahrungsmitteln deutlich weniger Vitalstoffe stecken als früher. Industriell stark verarbeitete Produkte enthalten ebenfalls nicht genug Vitalstoffe. Das füllt den Bauch, aber die Zelle hungert.“ 

Nüsse und Spinat gegen Stress
Bei einer Magnesiumunterversorgung sei deshalb eine verminderte Stress-resistenz die unvermeidliche Folge. „Tatsächlich sehe ich bei meinen Burnout-Patienten, dass fast jeder ein Magnesiumdefizit hat“ so die Expertin. Um vorzubeugen, sollten möglichst viele magnesiumreiche Lebensmittel auf dem Speiseplan stehen.

„Gute Lieferanten sind zum Beispiel Vollkornbrot, Sonnenblumenkerne, Naturreis, Haferflocken, Nüsse, Hülsenfrüchte und Spinat. Häufig kann aber auch eine Nahrungsergänzung sinnvoll sein.“ Magnesium ist im Körper außerdem für die Aktivierung von Vitamin B6 verantwortlich. Die B-Vitamine werden auch als „Nervenvitamine“ bezeichnet, da sie zu einer normalen Funktion des Nervensystems und des Energiestoff-wechsels beitragen. Zusammen mit Magnesium leisten B-Vitamine daher einen wichtigen Beitrag zur Stressbewältigung.

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