21.07.2020 13:31 |

Auto, Selfies, Alkohol

Unfälle im Urlaub nehmen zu: Das sind die Ursachen

Selfies, Unachtsamkeit, Unwissenheit - die Liste der Unfallursachen im Sommer ist lang. Tatsächlich kommt es vor allem in der heißen Jahreszeit beim Wandern, Schwimmen und Autofahren vermehrt zu gefährlichen Situationen. Marion Seidenberger ist Verkehrspsychologin beim ÖAMTC und erklärt im krone.tv-Talk mit Raphaela Scharf, wie man sicher durch den Urlaub kommt. Dabei räumt sie auch mit sämtlichen Alkohol-Mythen auf.

Jeder kennt es: Man sitzt bei einem Grillfest mit Freunden zusammen, hat Spaß und trinkt dabei das eine oder andere Gläschen zu viel. Leider neigen viele Menschen dazu, danach trotzdem ins Auto zu steigen. Hier rät Seidenberger, sich vor der Fahrt selbst zu testen: „Es gibt gute Testgeräte, die man mitnehmen kann und die dabei helfen, den Alkoholspiegel grob einzuschätzen. Zu beachten ist allerdings, dass man bereits unter der 0,5 Promillegrenze fahruntauglich sein kann.“

„Gibt keinen Turbobeschleuniger beim Alkoholabbau“
Aufputschmittel und beliebte Muntermacher wie etwa Kaffee, würden außerdem nichts zum schnelleren Abbau des Alkohols beitragen: „Das ist nur einer von vielen Alkohol-Mythen. Es gibt keinen Turbobeschleuniger. Die Leber braucht ihre Zeit zum Abbauen. Da hilft weder Schlaf, noch eine kalte Dusche.“

Aber ganz generell kommt es in den Sommermonaten vermehrt zu Autounfällen. Vor allem jetzt, während der Corona-Krise, wo viele Menschen Urlaube und Ausflüge innerhalb Österreichs machen, ist deutlich mehr los auf den Straßen. Schönes und warmes Wetter würde zudem viele dazu verleiten, noch mehr aufs Gas zu steigen, warnt Seidenberger: „Richtig gefährlich wird es dann, wenn man durch Blicke aufs Handy oder Navigationssystem abgelenkt wird. Eine Studie vom ÖAMTC hat genau gezeigt, dass das die klassischen Ursachen für Frontal-Zusammenstöße sind, da man dadurch leicht über die Mittellinie in den Gegenverkehr kommen kann“

„Städter können mit Natur oft nicht richtig umgehen“
Der Blick aufs Handy kann aber auch beim Wandern zum Verhängnis werden. Digitale Landkarten und Routenplaner haben die klassische Karte ersetzt. Die Ablenkung ist daher auch am Berg gestiegen, der Übermut vieler groß. "Der Städter ist es vielleicht manchmal nicht so gewohnt, mit der Natur richtig umzugehen. Oft werden Selfies an Stellen gemacht, die zwar ein schönes Ambiente bieten, aber gleichzeitig an steilen Abhängen liegen. Dann vielleicht noch ein kleiner Schritt zurück und das Unglück ist passiert."

Das ganze Interview mit Marion Seidenberger sehen Sie im Video oben.

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