17.07.2020 08:06 |

Nach Hackerangriff

US-Ausschuss verlangt Aufklärung von Twitter

Nach dem beispiellosen Hackerangriff auf prominente Twitter-Accounts hat der Vorsitzende eines Ausschusses des US-Senats eine Unterrichtung durch Mitarbeiter des Unternehmens gefordert. „Es kann nicht genug betont werden, wie beunruhigend dieser Vorfall ist“, schrieb der Vorsitzende des Handelsausschusses, der Republikaner Roger Wicker, am Donnerstag in einem Brief an Twitter-Chef Jack Dorsey. Das FBI hat indes die Ermittlungen übernommen.

„Es ist nicht schwer, sich vorzustellen, dass künftige Angriffe dazu benutzt werden, Desinformationen zu verbreiten oder anderweitig Zwietracht mithilfe von berühmten Accounts zu säen“, schrieb Wicker weiter und forderte Dorsey auf, dafür zu sorgen, dass Mitarbeiter den Ausschuss spätestens bis kommenden Donnerstag ausführlich über den Vorfall und die folgenden Schritte von Twitter informieren.

Unbekannte hatten am Mittwoch eine Reihe von Konten prominenter Twitter-Nutzer wie Ex-US-Präsident Barack Obama und Amazon-Chef Jeff Bezos gekapert und einen Betrug mit digitaler Währung beworben. Twitter versprach Aufklärung darüber, ob die Angreifer sich auch Zugang zu Informationen der betroffenen Accounts verschaffen konnten. Der Hackerangriff dürfte nicht ohne Folgen für das Vertrauen in die Plattform bleiben - zumal von der Attacke verifizierte Accounts betroffen waren und der Angriff offenbar von innen heraus erfolgte.

FBI übernimmt Ermittlungen
Aufschluss erhofft man sich nun vom FBI, das die Ermittlungen übernommen hat. Twitter selbst kündigte indes an, eine für Donnerstag geplante Änderung von Softwareschnittstellen (API) zu verschieben. Zwar gebe es keinen Hinweis, dass diese eine Rolle bei dem Angriff gespielt hätten. Die Einführung solle jedoch „zu einem geeigneteren Zeitpunkt“ erfolgen. 

Trump bleibt Twitter treu
Einen scheint der Vorfall derweil gar nicht zu beunruhigen: US-Präsident Donald Trump. Seine Sprecherin ließ am Donnerstag verkünden: „Der Präsident wird auf Twitter bleiben.“ Sein Twitter-Konto sei sicher und während der Angriffe nicht in Gefahr gewesen, hieß es zur Begründung.

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