03.06.2020 14:36 |

Seltener Einblick

So hätte das E-Auto von Dyson ausgesehen

Der britische Hersteller Dyson gewährt einen seltenen Einblick in sein im vergangenen Herbst eingestelltes E-Auto-Projekt: Am Mittwoch veröffentlichte das Unternehmen auf seiner Website zahlreiche Aufnahmen und Videos des „Dyson Battery Electric Vehicle“. Man wolle damit zeigen, „was das Team erreicht hat“, hieß es.

„Normalerweise zeigen wir unsere abgebrochenen Projekte nie, denn es besteht die Möglichkeit, dass wir irgendwann in der Zukunft zu ihnen zurückkehren. Heute haben wir jedoch einige Details und neue Bilder des Elektroautos enthüllt, da es sich richtig anfühlt, einen Einblick in das zu geben, was das Team erreicht hat“, erklärte Dyson am Mittwoch anlässlich der Veröffentlichung zahlreicher Aufnahmen und auch Konzeptvideos auf seiner Website, die belegen, wie fortgeschritten das E-Auto-Projekt bereits war.

Ursprünglich sollte das E-Auto von Dyson bereits 2020 auf den Markt kommen. 2017 stellte die bis dato vor allem für ihre Staubsauger, Luftreiniger und Föns bekannte Firma einen Motor-Prototypen vor. Insgesamt wollten die Briten rund 2,3 Milliarden Euro in das Mobilitätsprojekt investieren. Davon flossen alleine umgrechnet rund 221 Millionen Euro in den Umbau eines ehemaligen Flugplatzes zur E-Auto-Teststrecke. Anfang Oktober 2019 folgte dann jedoch das überraschende Aus: Man sehe keine kommerziellen Chancen für das Projekt, hieß es.

„Eine der schwierigsten Entscheidungen, die wir zu treffen hatten“
„Dieses Projekt zu stoppen war eine der schwierigsten Entscheidungen, die wir zu treffen hatten. Hunderte unserer Ingenieure, Wissenschaftler und Konstrukteure hatten alles hineingeworfen. Sie entwickelten ein technologiegeladenes, schönes Auto, das Freude am Fahren machte und keine rülpsenden Auspuffgase verursachte. Aber vor dem Hintergrund der Automobilindustrie war es kommerziell nicht machbar“, so Firmengründer James Dyson.

Beobachter werten das Scheitern von Dyson als Beleg dafür, wie schwer ein Einstieg in das Autogeschäft ist. Zuletzt hatten offenbar auch Apple und Alphabet entsprechende Pläne ad acta gelegt. Allerdings beweist Tesla seit 2003, dass auch Branchenfremde die Chance haben, zum wichtigen Hersteller aufzusteigen. Und auch Dyson will sich offenbar nicht ganz aus dem erweiterten Automobilgeschäft zurückziehen: Berichten zufolge arbeiten die Briten an der Entwicklung von Feststoffbatterien, die auch in Elektroautos eingebaut werden könnten.

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