04.05.2020 13:25 |

F1-Experten-Prognose:

Hamilton zu Ferrari, F1-Aus für Mercedes & Honda?

Höchstinteressante Wortmeldung eines der größten Formel-1-Experten weltweit. Der Ire Eddie Jordan (72) denkt, dass das Coronavirus praktisch eine ganz neue Ära in der Formel-1 einleiten wird. Mit den gleichen Hauptdarstellern bei ganz anderen Teams. 

Eddie Jordan ist uns aus den Neunziger Jahren wohlbekannt. Er war es, der mit seinem Team Jordan Grand Prix 1991 in die Formel-1 einstieg. Er machte sich schnell einen Namen in der Branche. Bei ihm debütierte Michael Schumacher seinerzeit 1991. Es fuhren Piloten wie Damon Hill und Heinz Harald Frentzen für ihn. Und jetzt ist es eine wahrhafte F1-Revolution, was der 72-jährige Ire im Interview mit dem Branchenportal „F1-Insider.com“ voraussagt.

Wirtschaftliche Probleme verändern alles?
Denn die Formel-1 muss sich mit wirtschaftlichen Problemen auseinandersetzen, die die Königskategorie des Autosports bisher kaum kannte. Wegen des Coronavirus mussten die Organisatoren zehn Rennen aus dem Rennkalender löschen, Regeländerungen verschieben und Hilfsprojekte für die kleineren Teams ausdenken. Doch selbst das dürfte zu wenig sein. Laut Jordan stecken nicht nur die kleineren Teams in Schwierigkeiten, sondern auch die Konstrukteure, die, wieder laut Jordan, bald aus der Formel-1 aussteigen könnten.

„„Ich bin überzeugt, dass Hersteller wie Mercedes, Honda und vielleicht auch Renault die Reißleine ziehen werden und im Laufe der nächsten zwei Jahre ihr Formel-1-Engagement beenden werden.“ Die Führung von Mercedes hätte auch keine andere Wahl, meint Jordan, denn sie haben alles erreicht, alles gewonnen, was nur möglich war. "Unter diesen Umständen können sie keine anderen Erfolge mehr einfahren. Ich denke, sie werden das Team an Lawrence Stroll verkaufen. Der will einen Weltmeister aus seinem Sohn und Aston Martin machen, bei Racing Point wäre dies nur schwer möglich“, urteilte Jordan.

Er könne sich vorstellen, dass die Partnerschaft zwischen McLaren und Mercedes wieder so funktionieren wird, wie in alten Zeiten. „Die Ölpreise sinken, so können sich auch die Öl-Konzerne keine Verpflichtungen erlauben, die mit Ausgaben in über Zehn-Millionen-Höhe pro Jahr einhergehen. Daher wird auch Petronas seine Partnerschaft mit Mercedes kündigen“, mutmaßt der Ire.

„Ferrari tickt anders“
„Ferrari tickt anders“ - glaubt Jordan zu wissen - „Formel eins ist in deren Blut“. Für sie sei der Ausstieg keine Option. Ihre Ausstiegsdrohungen seien eher Alarmschüsse, beruhigt der Experte die Scuderia-Fans.

Der Mann, der 2011 den Wiedereinstieg von Michael Schumacher in die Formel 1 voraussagte, ist sich sicher: Auch in der Zukunft werden Ferrari und Red Bull im Rampenlicht stehen. Hinzu kommt noch McLaren Mercedes, meint Jordan. Er sieht bei den Namen der Star-Piloten keine großen Änderungen. „Es wird sich alles um Lewis Hamilton, Sebastian Vettel und Max Verstappen drehen. “Vettel kenne ich im Gegensatz zu Lewis Hamilton nicht so gut, aber meiner Meinung nach hat er keine andere Wahl als aufzuhören oder zu McLaren zu wechseln. Der Zug bei Ferrari ist längst für ihn abgefahren." 

Hamilton als einzige Option
Jordan denkt, dass Ferrari und Lewis Hamilton, falls alles eintrifft„ was er sagt, nur eine Option haben werden: „Lewis wird zu Ferrari wechseln. Nur die Italiener können sich sein Gehalt noch leisten und sie wissen: Er ist es auch wert. Verstappen wird bei Red Bull bleiben und dort versuchen, Lewis zu schlagen. Das wird aber sehr schwer.“

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