07.04.2020 10:19 |

Wirtschaftsministerin:

„Meine Bitte: Kauft lokal, das geht auch digital!“

Seit mehr als drei Wochen sind die meisten Geschäfte in Österreich geschlossen, viele Bürger kaufen daher vermehrt im Internet ein. Jetzt wollen Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck und Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger von der ÖVP dafür sorgen, dass vom Trend zum Online-Shopping auch die heimische Wirtschaft verstärkt profitiert.

Beim Online-Riesen Amazon wurden in der Corona-Krise 100.000 neue Mitarbeiter eingestellt und die Löhne erhöht. Ein Indiz, dass sich der Trend zum Online-Shopping für den US-Giganten auszahlt. Auch heimische Online-Shops profitieren von den derzeit geschlossenen Geschäften und melden höhere Zugriffszahlen, trotzdem wandert beim Online-Shopping immer noch viel Geld ins Ausland. Vor allem für kleinere Händler ist es ein ungleicher Kampf gegen den E-Commerce-Riesen.

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Jetzt sollte jeder von uns das eigene Kaufverhalten hinterfragen. Meine Bitte an alle Menschen in Österreich ist: Kauft lokal, das geht auch digital! Geben Sie den österreichischen Händlern und Plattformen eine Chance!

Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck

Staatliche E-Commerce-Plattform gestartet
Die Wirtschaftsministerin will den heimischen Handel nun mit einer eigenen E-Commerce-Plattform stärken. „Jetzt sollte jeder von uns das eigene Kaufverhalten hinterfragen. Meine Bitte an alle Menschen in Österreich ist: Kauft lokal, das geht auch digital! Geben Sie den österreichischen Händlern und Plattformen eine Chance!“ Eine Bitte, die man mit einem eigenen Online-Register unter oesterreich.gv.at/onlinemarktplatz unterstützen will. Ein ähnliches Angebot gibt es auch unter krone.at/shopfinder.

Auf der Website hat die Regierung ein Register heimischer Online-Händler angelegt, darunter Größen wie der Post-Dienst shöpping.at, aber auch viele kleinere Anbieter. Über die Seite will man kleinen Unternehmen dabei helfen, ihre Waren online unters Volk zu bringen. „Unser Ziel ist es, dass unsere kleinen Händler nicht vor dem internationalen Wettbewerb in die Knie gehen, sondern ihm die Stirn bieten“, sagt Schramböck.

Auch Bauern sollen vermehrt online vertreiben
Landwirtschaftsministerin Köstinger lobte bei der Pressekonferenz zu der Plattform den hohen Selbstversorgungsgrad in Österreich durch die heimischen Landwirte. Doch auch die Bauern hätten Absatzprobleme, die man mit Online-Shops lindern wolle. Als Beispiel nannte Köstinger die Plattform frischzumir.at als gute Ergänzung zum klassischen Lebensmittelhandel. Dort können Österreicher - 100.000 haben das Angebot laut der Ministerin bereits getestet - nach lokalen Anbietern suchen und sich mit Produkten aus der Region versorgen.

„Es liegt jetzt an uns, dieses Angebot auch anzunehmen“, mahnt die Ministerin. Sie lädt Betriebe ein, sich für die Plattform zu registrieren und sich am Online-Shopping-Boom zu beteiligen. Köstinger: „Ich bin überzeugt davon, dass das auch nach Ende der Corona-Krise ein guter Weg sein wird, den großen internationalen Anbietern die Stirn zu bieten und die heimische Wertschöpfung zu stärken.“

Post bemerkt Trend zu lokalen Anbietern
Bei der Post bemerke man den Trend zum Online-Shopping - und einen Trend zu heimischen Anbietern. „Österreich holt sich jetzt ein bisschen was vom E-Commerce zurück, was wir in den letzten Jahren an internationale Anbieter verloren haben“, sagt Post-Chef Georg Pölzl und verweist auf den Post-Online-Shop shöpping.at, wo man den Bestellvorgang mit einem neuen Bezahldienst vereinfache und mit einem „shöpping-Corona-Paket“ neue Anbieter entlaste.

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