25.03.2020 13:57 |

Immun gegen Fake News

Die Mehrheit fühlt sich gut über Corona informiert

Die breite Mehrheit der Österreicher fühlt sich über das Coronavirus gut informiert. Die Informationen darüber bezieht die Bevölkerung vor allem aus den klassischen Medien wie Fernsehen, Radio und Zeitungen. Das geht aus einer Studie des Gallup-Instituts hervor, die am Mittwoch präsentiert wurde. Mehr als die Hälfte gibt aber auch an, mit Fake News konfrontiert gewesen zu sein.

Für die Umfrage wurden zwischen 16. und 18. März 1000 Personen online befragt. Sie ist repräsentativ für die im Internet aktive Bevölkerung ab 16 Jahren. Die Mehrheit fühlt sich demnach gut über das Virus informiert (77 Prozent). Vor allem die Über-50-Jährigen stimmen dieser Aussage zu (84 Prozent), bei den Unter-30-Jährigen ist der Anteil etwas niedriger (66 Prozent). Nur drei Prozent aller Befragten fühlen sich nicht gut informiert.

Auftrieb für Fernsehen und Zeitungen, Social Media bleibt zurück
Die Krise habe zu einem veränderten Medienverhalten geführt, sagt Studienleiterin und Gallup-Geschäftsführerin Andrea Fronaschütz. Klassische Medien, allen voran das Fernsehen, erlebten eine Renaissance. Aber auch Zeitungen werden verstärkt genutzt, soziale Medien bleiben als Informationsquelle dagegen hinter den klassischen Medien zurück.

Mehrere Stunden täglich auf Info-Suche
Die Mediennutzung der Österreicher ist derzeit sehr hoch. Mehr als die Hälfte der Befragten gibt an, täglich mehr als zwei Stunden Nachrichten zum Thema Coronavirus zu konsumieren. Rund ein Sechstel verbringt sogar vier Stunden täglich damit, gezielt nach Nachrichten über das Virus zu suchen.

Zwischen Panikmache und Sachlichkeit
Ein Viertel der Befragten ist der Ansicht, dass die Medien geholfen haben, die Gefahren zu erkennen und die Krise einzudämmen. 60 Prozent sehen diese Aussage differenziert: Sie sind der Meinung, dass es Medien gebe, die vor allem Panik verbreiten, und solche, die sachlich informieren.

Je besser informiert, desto besser die Stimmung
Mehr als die Hälfte (55 Prozent) gibt an, in den Tagen vor der Umfrage mit Fake News konfrontiert gewesen zu sein. Vor allem bei den Unter-30-Jährigen hat ein großer Teil (75 Prozent) Nachrichten wahrgenommen, die sie für Falschmeldungen halten. Grundsätzlich gelte, je besser man sich informiert fühlt, desto besser sei auch die eigene Stimmung, sagt Studienleiterin Fronaschütz: „Mangel an Information macht anfällig für Verschwörungstheorien und führt zu einer grundpessimistischen Haltung.“

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