16.03.2020 14:00 |

Sturm-Italiener Donkor

„Wir sind viel zu stark!“

Während der Coronavirus unser Leben stillgelegt hat, sitzt auch Sturm-Profi Isaac Donkor daheim. Die Gedanken des gebürtigen Ghanaers, der mit sieben Jahren nach Italien kam, gehen in Zeiten wie diesen an seine Familie, daheim in der kleinen Gemeinde Santa Lucia di Piave, mitten im vom Virus gebeutelten Norditalien. Auch seine Karriere als Profifußballer geriet zuletzt ins Stocken - erst bremste den Innenverteidiger eine schwere Verletzung, jetzt dieser üble Virus. Für Donkor allerdings kein Grund aufzugeben. 

Die Nachrichten aus Italien schockieren. Zuletzt hörte Isaac Donkor allerdings wieder einmal Gutes aus seiner Heimat. „Ich hab mit meiner Mama telefoniert, die hat gemeint, dass bei uns im Ort niemand infiziert ist, auch der Familie geht es Gott sei Dank gut.“ Das Stichwort passt, denn der 24-Jährige schöpft in Zeiten wie diesen Kraft aus dem Glauben. „Ich bin streng gläubig. Gott schaut von oben auf uns herunter und er hat einen Plan. Ich spreche mit vielen Freunden daheim und sage ihnen immer, dass sie nicht aufgeben sollen. Das hier ist nicht das Ende! Wir sind viel zu stark!“

Herzerwärmende Aktion
Das ist ohnehin Donkors Credo. Selbst, als den ehemaligen Inter-Mailand-Profi, der unter Star-Trainern wie Roberto Mancini und in Fußball-Tempeln wie dem Mailänder San Siro kickte, in der Sturm-Vorbereitung ein Syndesmosebandriss aus der Bahn warf, ging sein Blick immer nach vorne. „Wie gesagt, das war auch Gottes Plan. Vielleicht hab ich diese Verletzung gehabt, damit mir nicht irgendwas anderes passiert?“ Ob und wann der Verteidiger, der erst sieben Einsätze für Sturm absolvieren durfte, wieder für die Schwarz-Weißen spielen kann, ist wegen Corona offen. „Ein Freund von mir in Rumänien hat erzählt, dass dort die Liga bereits abgebrochen worden ist. Ich bin gespannt, was bei uns passiert.“

Was unterdessen in seiner Heimat Italien passierte, als die Einheimischen zu Solidaritäts-Konzerten auf den Balkonen riefen, ließ Donkor mit einem warmen Gefühl im Herz zurück. „Wahnsinn, darum geht‘s! Positive Stimmung! Ich finde keine Worte dafür, wie toll sich die Leute verhalten haben.“

Georg Kallinger
Georg Kallinger
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