27.02.2020 12:39 |

Copyright-Verstöße

Pornhub-Mutter bläst zur Jagd auf Sexfilm-Piraten

Mindgeek, der Mutterkonzern der weltgrößten Porno-Website Pornhub und etlicher ähnlicher Online-Angebote, hat in Schweden die Jagd auf Sexfilm-Piraten eröffnet und Anwaltsbriefe an Tausende Internetnutzer verschicken lassen. Stein des Anstoßes: Kostenpflichtes Material, die Mindgeek auf seiner Premium-Seite MG Premium angeboten hatte.

Die kostenpflichtigen Clips fanden ihren Weg in die Filesharing-Szene und wurden über das BitTorrent-Netzwerk ausgetauscht, berichtet das auf Filesharing spezialisierte Nachrichtenportal „TorrentFreak“.

Das sieht man bei Mindgeek gar nicht gerne: MG Premium hat 10.000 Werke beim US-Urheberrechtsbüro registriert und laut dem Bericht bereits eine Viertelmilliarde (!) Lösch-Anfragen bei Google deponiert, um die illegale Verbreitung seiner Premium-Clips zu verhindern.

Mindgeek hat Tausende Downloader im Visier
In Schweden geht man nun nicht nur gegen Akteure vor, die das urheberrechtlich geschützte Material online anbieten, sondern auch gegen Downloader. Laut einem lokalen Provider hat der Rechteinhaber kürzlich die Herausgabe von mehr als 16.000 Kundendaten eingefordert, die über BitTorrent geschützte MG-Premium-Produktionen tauschten.

Die Porno-Piraten wurden mit Abmahnschreiben überzogen, in denen ihnen Verstöße gegen das Urheberrecht zur Last gelegt und umgerechnet rund 660 Euro Entschädigung für das „Filesharing eines Erotikfilms“ gefordert werden. Bedenkt man die hohe Fallzahl, geht es bei der Abmahnkampagne um mehr als zehn Millionen Euro.

Anwaltsschreiben treffen mitunter den Falschen
Bei schwedischen Internetnutzern stößt die Kampagne auf wenig Verständnis. So treffe manch Anwaltsschreiben den Falschen, weil Internetanschlüsse oft von mehreren Nutzern - zum Beispiel einer ganzen Familie - genutzt werden, heißt es in dem Bericht. Manch ein Copyright-Pirat sieht in den Anwaltsschreiben glatt Erpressung.

Bei Mindgeek sieht man sich dagegen im Recht. Ein Sprecher des Porno-Riesen: „MG Premium testet und überprüft laufend Methoden, um das Ausmaß zu reduzieren, in dem seine Arbeit Piraterie zum Opfer fällt. Zu unterschiedlichen Zeitpunkten können diese Methoden darin resultieren, dass sie Website-Betreiber, Verkäufer, die solche Betreiber unterstützen, und in bestimmten Fällen auch Endnutzer treffen, die von Piraterie profitieren oder schwarzkopierte Werke verteilen.“

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