19.02.2020 09:57 |

Fußball

FC Pinzgau im Würgegriff des Coronavirus

Das Saalfeldener Zweitliga-Projekt hängt am seidenen Faden, das in China georderte Flutlicht in der Warteschleife. Ob es rechtzeitig zur Auslieferung gelangt und montiert werden kann , ist fraglich. Ebenso, wie die Lizenzkommission bei Nichterfüllung dieser Auflage die Situation beurteilt.

Nachdem Hauptkonkurrent SAK bereits im Jänner dem Prestige-Projekt 2. Liga mangels Geld und Machbarkeit die Absage erteilt hat, steht nun auch der letzte aufstiegswillige Westligist vor einem riesen Problem: Die im Vorjahr mit Pomp eingeweihte SaalfeldenArena ist zwar an sich zweitligatauglich, in den Bewerbungsunterlagen fehlt aber zwei Wochen vor dem Abgabetermin immer noch das von der Liga vorgeschriebene 400-Lux-Flutlicht mit der von der Umwelt-Anwaltschaft geforderten gelben LED-Bestückung. Und es ist nicht absehbar, ob es rechtzeitig geliefert werden kann.

Grund: Aus Kostengründen wurde das Equipment in China geordert. „Frühzeitig genug schon im November“, wie Christian Herzog, Vorstandsmitglied des FC Pinzgau, betont. Doch dann kam das Coronavirus dazwischen - das Herstellerwerk wurde wie viele andere als Vorsichtsmaßnahme stillgelegt.

„Angeblich wird dort zwar wieder produziert, aber Fertigung und Transport stehen völlig in den Sternen“, tappt die Klubführung um Herzog derzeit noch im Dunkeln.

„Wir hoffen natürlich immer noch, dass es klappt. Stehen dazu mit ÖFB und Liga im Austausch, die eine solche Situation auch noch nicht gehabt haben“, berichtet Herzog. Der sich, sollte die Umrüstung der bestehenden Anlage nicht rechtzeitig gelingen, ein Entgegenkommen in Form eines Aufschubs erhofft. „Aber wie die Lizenzkommission letztendlich entscheidet, weiß keiner.“

Fest steht: Die Corona-Welle ist - bildlich gesprochen - auf den Pinzgau übergeschwappt. Und dürfte den Klub wohl noch länger im Würgegriff haben.

Harald Hondl
Harald Hondl
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