18.02.2020 11:46 |

Skibergsteigen

Paul Verbnjak: Auf Tourenski zu Olympia

15.000 Höhenmeter pro Woche legt Paul Verbnjak mit Tourenskiern auf der Gerlitzen zurück. Er zählt zu den Top-Skibergsteigern Österreichs.

Wer glaubt, selbst ein schneller Skitourengeher zu sein, der sollte sich einmal mit Paul Verbnjak messen. Mein Selbstversuch ist kläglich gescheitert. Denn für die 900 Höhenmeter der Klöstele-Talabfahrt benötigt der sympathische junge Klagenfurter flotte 38 Minuten. So mancher Skianfänger braucht wohl länger hinunter als der 18-jährige Tanzenberg-Gymnasiast hinauf. Seit 2016 ist Paul bereits Mitglied der Nationalmannschaft im Skibergsteigen und aktuell Führender im Junioren-Weltcup. „Bereits mit acht Jahren hat mich mein Papa mit auf Skitouren genommen“, erzählt Paul. Verständlich, ist doch sein Vater Heinz Verbnjak selbst siegreicher Skibergsteiger und Mountainbiker: „Mir hat das Skibergsteigen sofort gefallen, aber ich habe auch Tennis, Fußball, Triathlon und Mountainbiken gemacht!“ Nach dem Schulunterricht ist Paul täglich auf der Gerlitzen, die er pro Training bis zu fünfmal hinauf läuft und mit Vollgas wieder hinunter brettert. Denn das Ziel des 18-Jährigen ist Olympia: „Die Chancen stehen gut, dass Skibergsteigen ab 2026 olympisch wird.“

Der ÖSV hat bereits mit der Nachwuchsarbeit begonnen, für die in Kärnten übrigens Pauls Vater Heinz zuständig ist. „Wer den Sport einmal ausprobieren möchte, kann sich gerne bei uns melden“, sagt Paul. Beim Skibergsteigen gibt es übrigens drei Disziplinen. Einmal ist es Vertical. „Der Start ist im Tal, das Ziel am Berg“, erklärt Paul. Dann gibt es noch die Disziplin Sprint. Dabei wird auf einem kurzen Rundkurs mit Skiern bergauf gelaufen, die Skier am Rücken getragen und entlang eines Kurses bergab gefahren. Paul: „Die dritte Disziplin heißt Individual und ist die Königsdiziplin, die im alpinen Gelände stattfindet mit bis zu 2000 Höhenmetern und technisch schwierigen Anstiegen und Abfahrten gespickt ist.“ Ein guter Skibergsteiger muss übrigens ein vielseitiger Sportler sein. „Mir taugt es vor allem, weil ich draußen in der Natur bin und dabei auch über meine Leistungsgrenzen hinaus gehen kann“, so Paul, der übrigens im Sommer gerne Beachvolleyball im Strandbad Klagenfurt spielt.

Hannes Wallner
Hannes Wallner
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