07.07.2010 13:25 |

Die WM geht weiter

Uruguays Kicker nehmen nun Platz drei ins Visier

Trotz der 2:3-Niederlage gegen die Niederlande wird Uruguays Auswahl mit erhobenem Kopf von der WM nach Südamerika zurückkehren. "Wenn wir uns die Art unserer Niederlage aussuchen hätten können, wäre es genau so gewesen", sagte Trainer Oscar Tabarez. Es war das erste Mal seit 1970, dass das kleine südamerikanische Land mit nur 3,5 Millionen Einwohnern das Halbfinale einer WM-Endrunde erreicht hatte. Die beiden Weltmeistertitel 1930 und 1950 der "Urus" liegen schon fast ein Menschenleben zurück.

Während Zehntausende Menschen in Uruguays Hauptstadt Montevideo und an vielen anderen Orten die Leistung ihrer Mannschaft bejubelten, zog auch Tabarez ein denkbar positives Resümee. "Wir hatten die Möglichkeit zu zeigen, dass wir auf Augenhöhe und über unsere Möglichkeiten hinaus spielen können." In diesem Sinne sei auch die Partie um Platz drei am Samstag in Port Elizabeth von großer Bedeutung. "Es ist nicht egal, Dritter oder Vierter zu werden", meinte Mittelfeldmann Alvaro Pereira.

Stürmerstar Diego Forlan, der den zwischenzeitlichen Ausgleich zum 1:1 erzielt hatte, wird seinem Team beim letzten Auftritt zur Verfügung stehen. Wegen einer Oberschenkelblessur musste der 32-Jährige am Dienstag kurz vor Spielende vom Platz, ist aber einsatzbereit: "Leider war ich nicht fit", sagte Forlan nach der Partie. "Vielleicht wäre es sonst anders ausgegangen."

Tabarez: "Ich bin stolz auf dieses Team"
"Wir haben es unter die besten vier geschafft, die anderen sind europäische Spitzenmannschaften. Ich bin stolz auf dieses Team, das mit den Niederlanden gleichauf war. Man kann von diesen Spielern nicht mehr verlangen", sagte Tabarez. "Wir sind traurig, aber wir konnten all jenen zeigen, die nicht mit uns gerechnet haben, dass wir nicht so weit entfernt sind von der Spitze." Trotz aller Freude: Dass sich Uruguay länger an der Weltspitze halten kann, hält selbst Tabarez für unmöglich. "Das wäre utopisch."

Der 63-Jährige, der nicht nur auf den gesperrten Stürmer Claudio Suarez, sondern auch den etatmäßigen Außenverteidiger Jorge Fucile verzichten hatte müssen, gratulierte den Siegern: "Unser Gegner war vor dem Tor besser. Mir war klar, dass die Niederländer technisch stark und jederzeit für ein Tor gut sind."

Wieder fragwürdiges Tor
"Der Hauptunterschied war nicht in der individuellen Klasse erkennbar, und auch nicht im Kollektiv. Der Hauptunterschied war der Moment, als die Niederländer die Tore geschossen haben", sagte Alvaro Pereira. "Sie erzielten ihr zweites Tor, als wir unsere stärkste Phase hatten. Tabarez kam freilich nicht umhin, die Abseits-Frage beim zweiten Gegentor aufzuwerfen. Denn der zentral positionierte Robin van Persie hatte den Ball nach Schuss von Wesley Sneijder zwar nicht mehr berührt, Goalie Fernando Muslera aber sichtlich irritiert. "Wir haben gesehen, dass der Treffer Abseits war. Das Match hätte anders für uns verlaufen können. Denn sie haben dann an Fassung gewonnen."

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