27.01.2020 15:30 |

Produktion stockt

Audi hat dicke Probleme mit dem Elektro-SUV e-tron

Als Tesla Probleme bei der Produktion des Model 3 hatte, war die Häme in Medien und Social Media groß. Doch Ähnliches kann offenbar auch renommierten Autoherstellern passieren: Nun muss Audi eingestehen, dass die Produktion des e-tron ins Stocken geraten ist. Und es ist nicht das erste Problem bei dem Ingolstädter Vorzeige-Elektroauto.

„Bei der Produktion des e-tron in Brüssel gibt es Lieferengpässe“, sagte ein Unternehmenssprecher am Montag. Es gebe Schwierigkeiten bei der Koordinierung der rund 300 Zulieferer.

Audi könne deswegen die Nachfrage nach dem e-tron nicht bedienen. Es gebe aber keinen Produktionsstopp. Audi erwäge, in dem Werk Kurzarbeit zu beantragen und Zeitarbeitsverträge nicht zu verlängern.

Nach Informationen aus Branchenkreisen handelt es sich um Lieferschwierigkeiten bei Batteriekomponenten. Als großes Problem gilt in der ganzen Autobranche der verlässliche Bezug von Zellen als Kernbestandteilen der Batterien. Audi bezieht seine Batteriezellen nach früheren Angaben von den Zulieferern LG Chem und Samsung SDI.

Die Markteinführung des e-tron im vergangenen Jahr wurde bereits von einer Rückrufaktion wegen Brandgefahr in den Batterien überschattet. Audi verkauft den Wagen seit März 2019 in Europa, seit dem Sommer in den USA und seit dem Herbst in China. Im vergangenen Jahr wurden weltweit 26.000 Exemplare ausgeliefert. In der europäischen Produktionsstätte in Brüssel beschäftigt Audi 3000 Mitarbeiter.

Bei mehreren Herstellern läuft die Produktion von Elektroautos nicht rund, während ihnen die EU-Kommission mit Vorgaben zur Verringerung der CO2-Emissionen im Nacken sitzt. Daimler dementierte in der vergangenen Woche allerdings einen Medienbericht, wonach das Unternehmen sein Absatzziel für das Elektro-SUV Mercedes-Benz EQC im laufenden Jahr zurückgeschraubt habe.

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