Am Samstag steigt in Weiz die Austrian Rallye Challenge, am Sonntag die Bergrallye in Naas. Die österreichische Meisterschaft macht am dritten Juli mit einer Sonderprüfung in Leutschach im Rahmen der "Rallye Maribor" bei uns Station - aber hinter den Kulissen kracht's. Andreas Aigner, 2008 PWRC-Champ und heuer in die heimische Titeljagd eingestiegen, ist "ordentlich angeschleimt" und denkt an den Ausstieg: "Wenn sich nichts ändert, dann bin ich im nächsten Jahr sicher nicht mehr dabei!"
"Da wird getuschelt und gemunkelt"
Warum? "Zum einen wegen des unfairen Reglements", brummt Andi, "wir haben mit unserem Auto keine Chance gegen den S 2000 von Baumschlager, sind vom technischen Aufbau her um eine Sekunde pro Kilometer langsamer. Sein Wagen ist ein Prototyp, europaweit kann da kein einziges Gruppe-N-Fahrzeug mithalten." Auch Anschuldigen der Konkurrenz nerven den 25-Jährigen: "Neid gibt's überall. Da wird getuschelt und gemunkelt, dass unser Wagen illegal sei. Es könne nicht sein, dass ein Neueinsteiger mit einem neuen Auto so schnell ist."
Deswegen hat sich der Steirer an die OSK (Oberste Nationale Motorsportkommission) gewandt: "Ich hab gebettelt, dass man den Mitsubishi untersucht, kontrolliert und abwiegt, klärt, dass alles regelkonform ist. Aber niemand hat sich gerührt!" "Einfach amateurhaft", kritisiert der Weißenbacher und überlegt: "Da spare ich mir besser das Geld - und starte statt in der Meisterschaft lieber ein- , zweimal im Ausland."
von Sigi Endthaler ("Steirerkrone") und steirerkrone.at
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