Mobilitätswende in OÖ

Mehr Ladestationen und Öffi-App als erste Ziele

Oberösterreich hat - wie die ganze Welt - mit der unausweichlichen Energie- und Mobilitätswende etwas zu stemmen. Das Land OÖ hat nun eine Strategie für alternative Fahrzeugantriebe erarbeitet, wobei man zunächst auf Elektromobilität setzt. Rund 2,2 Millionen Euro an (Förder-)Mitteln stehen nächstes Jahr dafür am Plan.

Die Verbrennungsmotoren werden noch im nächsten Jahrzehnt eine Rolle spielen. Die Ablöse durch andere Technologien läuft aber jetzt an, das Land OÖ will vorne dabei sein, auch um den Autoindustriestandort zu stärken. Die Landesräte für Wirtschaft und Energie bzw. Infrastruktur legen nun erstmals eine gemeinsame Landesstrategie vor, „um die Mobilitätswende aktiv zu gestalten“, so Markus Achleitner - siehe Interview.

Bündel an Förderungen
Insgesamt plant man 45 Maßnahmen, wesentliche Überschriften dazu: 2025 sollen 20 Prozent der Neuzulassungen E-Autos sein, bessere Ladestrukturen und mehr Park&Ride-Plätze im ländlichen Raum. „Man soll zu Bahnhof oder Haltestelle mit dem E-Auto fahren können“, so Günther Steinkellner. Die Strategie sieht ein Bündel an Förderungen vor. Die bessere Vernetzung des Öffi-Angebots ist geplant: „Eine App für alle Öffis in OÖ“, wünscht sich Steinkellner, „damit Fahrpläne, Ticketbestellung und -bezahlung besser zu handhaben sind.“ Der Öffi-Ausbau bleibt Ziel.

„Raus aus Öl!“ als Standort-Vorteil
„Die Mobilitätswende ist im Laufen, das Land fördert nach Kräften“, sagt Wirtschafts- und Energielandesrat Markus Achleitner.

„Krone“: Warum jetzt eine Strategie des Landes für klimafreundlichen Verkehr?
Markus Achleitner: Wir haben uns als Welt dem Vorhaben „Raus aus Öl!“ verpflichtet und wollen Österreich bei den Klimazielen unterstützen. Und wir wollen Vorreiter sein, es ist ein Potential für den Wirtschaftsstandort.

„Krone“: Was gibt es an alternativen Pkw-Antrieben?
Markus Achleitner: Elektromobilität ist gut entwickelt, die Entsorgung ist noch ein Problem. An Wasserstoff-Antrieben wird geforscht, ebenso an künstlichen Kraftstoffen, sogenannten E-Fuels. Die sind interessant, denn man könnte bestehende Tankstellen nutzen.

„Krone“: Was setzt sich durch?
Markus Achleitner: Das ist momentan noch nicht klar, aber E-Mobilität kommt sicher in nächster Zeit. Wir fördern jetzt einmal Ladestationen in Gemeinden, auch um den ländlichen Raum zu stärken. Infos sind ab heute auf der Landes-Homepage.

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Sonntag, 23. Februar 2020
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