10.10.2019 11:33 |

Nach Sotschi-Aufreger

Ferrari-Stallorder? Vettel räumt nun Fehler ein!

Nur noch Ferrari kann Mercedes den Team-Titel in der Formel 1 streitig machen. Aber während beim Leader die Hierarchien geklärt sind, sorgt bei den Italienern der Piloten-Revierkampf für Rückschläge. Sebastian Vettel gesteht nun, in Russland einen Fehler gemacht zu haben.

Der viermalige Weltmeister hatte beim Rennen in Sotschi in der Anfangsphase mehrfach die Anweisung erhalten, Charles Leclerc vorbei zu lassen. Doch er widersetzte sich. „Natürlich habe ich am Funk den Bescheid bekommen, den Platz zu tauschen, und habe mich nicht daran gehalten. Und das war mit Sicherheit nicht richtig“, räumt Vettel Fehler ein.

Mit dem Ferrari-Jungstar pflegt er - laut eigenen Angaben - ein gutes Verhältnis. Intern gibt es keine Probleme: „Nein, die Gedanken habe ich gar nicht im Kopf. Ich freue mich auf das Rennen hier, Russland ist passe“, stellt Vettel klar. „Das Verhältnis ist nach wie vor so, wie es das ganze Jahr war. Wir kommen, denke ich, gut miteinander aus.“

Leclerc ist jeweils aus der Pole in die jüngsten vier Rennen gegangen. Ohne das Fahrer-Hick-Hack hätten dabei wohl auch vier statt der drei Siege herausschauen können. Zuletzt in Russland konnte die ganze Welt den internen Stallorder-Streit über Funk mithören und löste am Ende ausgerechnet Vettel mit seinem Ausfall jene Safety Car Phase aus, die Leclerc entscheidend zurückwarf und Hamilton den Sieg ermöglichte.

Die technisch anspruchsvolle Strecke in Suzuka könnte Ferrari zwar wieder liegen, zuerst muss Teamchef Mattia Binotto aber die Situation zwischen Platzhirsch Vettel (32) und dem elf Jahre jüngeren Senkrechtstarter Leclerc bereinigen. „Das ist unter Umständen eine explosive Kombination, mit der man vorsichtig umgehen muss“, meinte Formel-1-Sportchef Ross Brawn zum Generationenduell. Binotto müsse sicherstellen, „dass die Dynamik in der Rivalität sauber verläuft“.

krone Sport
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