Bürgermeister und Star

Sex-Skandal um Olympiasieger erschüttert Ungarn

Sport-Mix
09.10.2019 06:59

Eine Woche vor den Regionalwahlen in Ungarn wird das Land von einem Sex-Skandal erschüttert, der seinesgleichen sucht. Inmitten des Geschehens: Zsolt Borkai, Olympiasieger von 1988 auf dem Pauschenpferd, derzeitiger Bürgermeister von Györ. Er ist auf mehreren Sex-Videos mit Prostituierten und Kokain zu sehen, auf einer Yacht in der Adria. Und es wird ihm vorgeworfen, das Ganze mit Geld vom Staat finanziert zu haben.   

Zsolt Borkai war ein Idol in Ungarn, der Präsident der Ungarischen Olympischen Komitee, ein Star, vor allem im Turnsport. 1988 in Seoul gewann er Gold mit einer fehlerlosen Übung auf dem Pauschenpferd. Nach seiner sportlichen Karriere wandte er sich der Politik zu. Er wurde in den Farben der Regierungspartei Fidesz Bürgermeister von Györ. Und in dieser Funktion ist er auch heute noch. Denn zurückgetreten ist er (noch) nicht. Obwohl der Druck auf ihn immer größer wird.

Ein anonymer Blogeintrag deckte seine Machenschaften auf. Ein Anwalt, der sich „Des Teufels Anwalt“ nennt, publizierte die Videos und Fotos, auf denen er vor einem Jahr, im Frühling 2018, auf einer Yacht an der Adria in eindeutigen Positionen und Situationen mit Prostituierten zu sehen ist. Der anonyme Blogger schrieb auch von den wirtschaftlichen Vorteilen, die Borkai seinen Helfern verschaffen haben sollte. Der Verfasser des Blogs gab auch bekannt, daß er ein ehemaliger Vertrauter des Bürgermeisters sei und sämtliche Beweise in Wort, Bild und Videos festhielt.

(Bild: AFP )

Borkai im Bedrängnis
Borkai gab vor einem Tag zu, dass er auf den Aufnahmen zu sehen ist, aber er bestreitet, dass er all dies von Staatsgeld finanziert haben sollte. „Ich habe einen Fehler gemacht, aber es ist schon lange her und meine Familie weiß davon. Sie stehen zu mir. Ich habe diese Reisen nicht mit Staatsgeld finanziert“, sagte der 54-jährige Bürgermeister.

Dem sämtliche Medien auch vorwerfen, mit Hilfe eines anderen Rechtsanwaltes und Unternehmers Zoltan Rakosfalvy, mehrere Millionen Euro mit Pseudo-Firmen mit Sitz in Luxemburg verdient zu haben.

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(Bild: KMM)



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