01.10.2019 05:35 |

Politische Bildung

Straßwalchener Schüler hatten doppelte Wahl

Wie Demokratie in der Praxis funktioniert wollte das BORG Straßwalchen den Schülern beibringen. Drei Lehrer initiierten eine simulierte Nationalratswahl für die ganze Schule. Vor der echten Wahl am Sonntag ging es für die 280 Jugendlichen zum internen Urnengang. Nun sind die Schüler Profis im Kreuzerl machen.

„Wir hatten sogar eigene Wahlkarten“, erzählt Magdalena Schmidbauer. Sie unterrichtet Deutsch am Straßwalchner Gymnasium. Weil im Vorfeld von Wahlen für erstmals Teilnehmende einiges unklar sei, wie Schmidbauer sagt, ließ sie sich gemeinsam mit zwei Kollegen etwas besonderes einfallen. Die Lehrer organisierten eine Schul-Wahl zum Nationalrat. „Die Gemeinde stellte Wahlkabinen, Urnen und Stimmzettel zur Verfügung.“ Am Donnerstag ging es für die Schüler dann zur „ersten“ Wahl. In einem Klassenzimmer gaben die 280 Jugendlichen ihre Stimme ab. Die Musikklasse des Maturajahrgangs bildete die Wahlkommission.

Wahlsonntag ging glatt über die Bühne
Bei den Schülern kam das Projekt gut an. „Wir wollten unseren Mitschülern vor Augen führen wie wichtig Demokratie ist“, erläutert Leonie Krasnitzer aus der „Wahlbehörde“ (18). Doch auch im Hinblick auf den Wahlsonntag hätte das Projekt etwas bewirkt. „Am Montag haben mir viele Schüler von ihren Erfahrungen bei der Nationalratswahl erzählt“, betont Magdalena Schmidbauer. Die Straßwalchner Gymnasiasten seien nun echte Wahlprofis. Für 2022, wenn der Bundespräsident gewählt wird, ist bereits eine Wiederholung angedacht.

Nikolaus Pichler
Nikolaus Pichler
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