27.08.2019 06:15 |

Alles Gute

Berger: „Gefährlichster Mann“ feiert Geburtstag

Einst holte er in der Formel 1 zehn Grand-Prix-Siege und spielte Freund Ayrton Senna Streiche: Gerhard Berger wurde zum Geschäftsmann und Rennserien-Chef, heute feiert der Tiroler seinen 60. Geburtstag. Hier geht es zum Interview mit der F1-Legende.

Er liebt Rennlärm. Und sucht doch Ruhe. Erst am Wochenende war er als DTM-Chef am Lausitzring umtriebig, nun ist er wieder daheim in Söll, bei Partnerin Helene und den zwei jüngsten Kindern. An einem besonderen Tag: Gerhard Berger wird heute 60!

Partylaune
Partylaune zum Geburtstag? Da winkt er stets ab. Dabei war er als „Genussmensch“ bekannt, „ohne Berger gehen in der Formel 1 alle schon um 20 Uhr schlafen“, hat es einst geheißen. Legendär seine Streiche: Er warf Ayrton Sennas Aktenkoffer mit Verträgen über dem Comer See aus dem Heli, verpestete dessen Hotelzimmer mit Käse in der Lüftung, band dessen Mietwagen in Magny Cours an einer Hausfassade fest.

Senna warnte vor Berger
Nicht nur deshalb meinte Senna: „Er ist der gefährlichste Mann der Formel 1.“ In der „Turbo-Ära“ feierte Berger in Mexiko 1986 den ersten Sieg, war der letzte Fahrer, der von Enzo Ferrari persönlich verpflichtet wurde - und beendete 1988 eine 58 Rennen andauernde Durststrecke der Scuderia. Ausgerechnet beim „Heimspiel“ in Monza, nur einen Monat nach Enzos Ableben. 1989 entkam Berger selbst nur knapp dem Tod - beim Feuerunfall in Imola.

Vettel-Mentor
Fünf Jahre später sollte diese Strecke Freund Senna das Leben kosten. Gemeinsam waren sie für McLaren gefahren. Ehe der Tiroler zurück zu Ferrari ging, und bei Benetton 1997 nach dem zehnten GP-Triumph in Hockenheim aufhörte. Berger wurde BMW-Motorsportdirektor, später Teamchef bei Toro Rosso. Und überraschte als solcher erneut in Monza - 2008 mit dem ersten Sieg von Sebastian Vettel.

Daheim übernahm er das väterliche Logistikunternehmen in Wörgl, der Rennlärm ließ ihn aber nicht los: 2017 wurde er DTM-Boss, obwohl mit Mercedes ein Hersteller absprang. Berger gelang es, Aston Martin an Bord zu holen. Er genießt noch immer Erfolg, ab heute auf dem nächsten Reifegrad.

STECKBRIEF:
Geboren am 27. August 1959 in Wörgl
Familienstand: mit Lebensgefährtin Helene hat er eine Tochter und einen Sohn, aus früheren Beziehungen drei Töchter.
Wohnort: Söll
Aktive Karriere: 210 GP-Starts für ATS, Arrows, Benetton, Ferrari, McLaren; 12 Pole-Positions; 10 Siege (1986 Mexiko; 1987 Japan, Australien; 1988 Italien; 1989 Portugal; 1991 Japan; 1992 Kanada, Australien; 1994 Deutschland; 1997 Deutschland); 48 Podestplätze; WM-Dritter 1988 und 1994; insgesamt 385 WM-Punkte.

Nach der aktiven Karriere: seit 1997 leitet er das Logistikunternehmen der Familie; 1998 bis 2003 BMW-Motorsportdirektor; 2006 bis November 2008 war er Teamchef von Toro Rosso; seit 2017 Chef der DTM.

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