06.08.2019 21:18 |

2358 Unterschriften

Köstendorf: 84 Seiten Einwände gegen ÖBB-Ausbau

Köstendorfs Bürgermeister, Wolfgang Wagner, reiste am Montag gemeinsam mit dem Sprecher der Bürgerinitiative „Lebenswertes Köstendorf“, Matthias Neumayr, nach Wien. Dort legten sie dem Verkehrsministerium 2358 Unterstützungsunterschriften vor. Damit hoffen sie auf Parteienstellung im Umweltverträglichkeitsverfahren zum geplanten Ausbau der ÖBB-Strecke durch Köstendorf.

„Wir wollen die Streckenerweiterung der Bahn nicht verhindern“, betont Köstendorfs Bürgermeister Wolfgang Wagner, der mit seinen Unterstützern demonstrativ mit einem ÖBB Zug nach Wien reiste. „Aber die Baustelle wird eine wahnsinnige Belastung für die Bewohner - und das über 15 Jahre hinweg.“ Gemeint ist der Bau des 16,5 Kilometer langen Flachgau-Tunnels der Hochleistungsstrecke in Köstendorf. Der Ort hat die Befürchtung, dass die riesige Baustelle - das Tunnelportal liegt im Gemeindegebiet - negative Auswirkungen auf die Bevölkerungen haben wird.

Derzeit läuft die Auflage des Umweltverträglichkeitsverfahrens. Noch bis Freitag, 9. August, besteht die Möglichkeit Einwände gegen das Projekt einzubringen.

„Wir haben die wesentlichen Bedenken der Bürger in 84 Seiten zusammengefasst. Dabei geht es um Themen wie Staub, Lärm, Verkehr, Flächenverbrauch und Baustellenlogistik. Bis zu 800 Stunden haben wir investiert, um uns durch die 5500 Seiten des Projekts zu arbeiten. In nur fünf Wochen war es kaum möglich, eine umfangreiche Stellungnahme abzugeben“, sagt der Ortschef. 

Der Antransport von Material und Maschinen, der Abtransport des Aushubs vom Tunnel beschäftigen viele in der Flachgauer Gemeinde. Gerade das Wegbringen des Aushubs ist noch ein kritisches Thema. Lange Förderbänder sollen dafür installiert und das Material damit zu einer Sammelstelle gebracht werden. „Wir wollen geprüft haben, ob die Arbeiten im Tunnel nicht schon nach 4,5 Jahren beendet werden können. Danach wollen wir, dass das Förderband wieder abgebaut wird“, so Wagner, dem es um eine verbesserte Baustellenlogistik geht.

Der Sprecher der Bürgerinitiative „Lebenswertes Köstendorf“, Matthias Neumayr, begleitete den Bürgermeister am Montag nach Wien. Er hatte 2358 Unterstützungsunterschriften gesammelt. „Die Unterschirften sind ein klares Zeichen der Bevölkerung. Wir wollen die Situation für die Anrainer verbessern“, so Neumayr. 

Heute schickt das Duo die 84 Seiten langen Einwände an die ÖBB. Es hofft auf einen Dialog mit der Eisenbahngesellschaft und auf Parteienstellung im Umweltverträglichkeitsverfahren.

Magdalena Mistlberger
Magdalena Mistlberger

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