02.08.2019 10:57 |

Major in Wien

Wundenlecken bei Doppler/Horst nach Out

Das dritte Jahr auf Wiener Boden hat für die österreichischen Beachvolleyball-Dauerbrenner Clemens Doppler/Alexander Horst einen ungewohnten Tiefschlag gebracht. Nach WM-Silber 2017 und dem Viertelfinale im Vorjahr war diesmal nach zwei Niederlagen frühestmöglich Endstation. Der enttäuschende 25. Platz beim Major lässt auch die Olympia-Qualifikation über die World-Tour in die Ferne rücken.

Doppler/Horst mussten zum wiederholten Mal in dieser Saison anerkennen, dass die teils deutlich jüngeren Teams auf der Überholspur sind. Das Duo zeigte sich zwar schwer enttäuscht, von Resignation war bei den Familienvätern, die mit 38 und 36 Jahren zu den Oldies im Feld zählen, aber nichts zu spüren. „Es steht der 25. Endrang schwarz auf weiß, das ist brutal. Wir sind gegen Vizeweltmeister ausgeschieden, aber wir haben ihnen absolut Paroli geboten, gegen sie kann man verlieren, sollte man im eigenem Haus natürlich nicht. Aber wir brauchen uns nicht verstecken, wir haben gutes Volleyball gezeigt“, betonte Doppler nach dem umkämpften 0:2 gegen die jungen Deutschen Clemens Wickler/Julius Thole.

Viel Zeit zum Wundenlecken bleibt nicht, bereits am Dienstag beginnt für sie EM in Moskau. „Die Enttäuschung ist riesengroß, das tut sehr weh und ist extrem bitter. Wir werden Zeit brauchen, bis wir das verarbeitet haben. Aber die EM ist schon nächste Woche, wir müssen nach vorne schauen“, so Horst. Nach großen Erfolgen beim Heimturnier, müsse man diesmal eben mit einem Rückschlag umgehen. „Die letzten zwei Jahre haben wir die Höhen erlebt, jetzt hatten wir eine nicht so schöne Zeit hier.“

Doppler versprach den Fans noch am Court, 2020 zurückzukommen. Wenig später formulierte er es so: „Ich würde schon gern vor so einer Kulisse noch einmal abliefern, wir haben zwei Jahre gezeigt, was in uns steckt. Diesmal war es nicht Fisch und nicht Fleisch, man will mit positivem Gefühl und Stimmung hier herausgehen, deshalb mein Versprechen“, so der leicht am Daumen verletzte Zwei-Meter-Mann.

Und man sei schließlich nicht sang- und klanglos ausgeschieden, sondern habe mitgehalten, nur Nuancen hätten entschieden. „Das Match kann so oder so ausgehen, aber wir sind leider ausgeschieden, das ist eine ungewohnte Situation für uns.“

Trainer und Manager Robert Nowotny wollte das frühe Scheitern, das nach durchwachsenen Saisonleistungen nicht ganz überraschend kam, keineswegs als Debakel verstanden wissen. „Für sie war klar, sie brauchen die absolute Topleistung um zu bestehen, das haben sie nicht geschafft, aber von einem Debakel würde ich nicht reden, das war schon gutes Beach-Volleyball“, analysierte Nowotny am Freitag.

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