Do, 27. Juni 2019
27.05.2019 11:49

Kritik an Situation:

Zu viel Bürokratie macht Direktoren Leben schwer

Wohl kaum ein Lehrer hat den Beruf ergriffen, weil er ein Verwaltungsspezialist ist. Und doch: Klettert man in diesem Job die Karriereleiter bis zu einem Direktorposten hinauf, ist es meist mit pädagogischer Tätigkeit vorbei. Das stört die Betroffenen, so das klare Ergebnis einer Umfrage unter Leitern heimischer Pflichtschulen.

Ihre Fragebögen haben die Personalvertreter an Direktoren von mehr als 1000 Volks- und Mittelschulen in Niederösterreich verschickt. Über zehn Prozent der Empfänger fanden Zeit, Antworten zu formulieren. „Das ist gar keine schlechte Rücklaufquote, wenn man an die Flut von Um- und Abfragen durch das Bildungsministerium denkt“, sagt Jürgen Pany. Der sozialdemokratische Vizevorsitzende der NÖ-Lehrergewerkschaft sieht jedoch das inhaltliche Ergebnis als Alarmzeichen: Der Großteil der Arbeitszeit gehe für Verwaltungsaufgaben drauf, die Schulautonomie fordere zusätzlichen Tribut. Immer mehr Lehrer fallen krankheitsbedingt aus, die Leiter müssten einspringen. Fördermaßnahmen würden gekürzt, Unterstützung für Schulen mit besonderen Belastungen gebe es kaum.

Daraus leitet Pany eine zentrale Forderung der Direktoren ab: „Mehr Pädagogik, weniger Bürokratie!“ Konkret, so der Gewerkschafter, gehe es vor allem auch um Unterstützungspersonal, wie es etwa in Sekretariaten höherer Schulen durchaus üblich ist.

Christoph Weisgram, Kronen Zeitung

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