28.09.2019 07:30 |

Vorsichtsmaßnahmen

Wohnungseinbrüche: „Prävention ist enorm wichtig!“

Kürzlich haben wir Ihnen die zehn häufigsten Fragen zum Thema Einbruchsschutz beantwortet, diese Woche berichten wir über zwei der wichtigsten Puzzlesteine bei der Polizeiarbeit.

So unangenehm der Gedanke an einen Einbruch in die eigenen vier Wände auch ist, statistisch gesehen wird ein solches Delikt immer unwahrscheinlicher. Das Bundeskriminalamt hat vor wenigen Tagen aktuelle Zahlen vorgestellt – untersucht wurde im Speziellen die Entwicklung der sogenannten Dämmerungseinbrüche, die in den Herbst- und Wintermonaten (November bis Februar) begangen werden. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es hier 330 Delikte weniger, ein Rückgang von satten 22 Prozent.

Erfolgreiche Maßnahmen
Seit fünf Jahren geht die Polizei schwerpunktmäßig gegen Dämmerungseinbrüche in ganz Österreich vor. Ein breit angelegtes Maßnahmenpaket wurde geschnürt, das in Folge zu einem kontinuierlichen Rückgang der angezeigten Wohnraumeinbrüche geführt hat. Neben Analyse und intensivierter Ermittlungsarbeit standen und stehen dabei auch verstärkte Präventionsmaßnahmen im Mittelpunkt. „Dieser Aspekt wird oft unterschätzt“, sagt Vincenz Kriegs-Au, Sprecher des Bundeskriminalamts. „Prävention ist enorm wichtig, durch richtiges Verhalten kann der Einzelne viel Schaden abwenden.“

Nachbarschaftshilfe sieht der Experte dabei als oberste Tugend. Eine Vertrauensperson, die bei Abwesenheit nach dem Rechten sieht und zum Beispiel regelmäßig den Postkasten entleert, leistet einen wertvollen Beitrag zur Verbrechensbekämpfung. Verhaltensregel Nummer Eins: Das Haus oder die Wohnung sollten niemals den Eindruck erwecken, leer zu stehen.

Bereits durch einfache Sicherungsmaßnahmen wie diese lassen sich Einbrecher abschrecken. Die Täter wollen ja in erster Linie in unerkannter Ruhe zu Werke gehen. Jedes Hindernis, das man ihnen in den Weg legt, macht die Sache für sie komplizierter. Die Wahrscheinlichkeit steigt, dass sie weiterziehen und sich ein anderes, weniger gut gesichertes Objekt suchen.

Warnung auf Facebook
Ganz neue Methoden bei der Einbrecherjagd wurden zuletzt in Wien getestet. Mithilfe von Computeranalysen hat man tagesaktuell einbruchsgefährdete Zonen („Hotspots“) herausgefiltert. Auf Basis dieser Prognose gab es in den betroffenen Gebieten nicht nur verstärkte Streifentätigkeit der Polizei, auch die ansässige Bevölkerung wurde in sozialen Medien wie Facebook über das aktuell erhöhte Gefahrenpotenzial informiert. Die Aktion wurde gut angenommen und wird voraussichtlich auf das gesamte Bundesgebiet ausgeweitet.

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