04.04.2019 21:00 |

Panne bei Schmuggel

500 kg Kokain in Bananenkisten bei Aldi gefunden

Da staunten die Mitarbeiter des Diskonters Aldi im deutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern nicht schlecht: In Bananenkisten fanden sie insgesamt eine halbe Tonne Kokain, das einen geschätzten Marktwert von rund 25 Millionen Euro haben dürfte. Die Ermittler gehen davon aus, dass den Drogenschmugglern bei der Lieferung eine Panne unterlaufen ist.

Die in den Kartons versteckten Kokainpäckchen dürften per Schiff aus Lateinamerika gekommen sein. Aus ermittlungstaktischen Gründen halten sich das Landeskriminalamts (LKA) und des Zollfahndungsamts Hamburg, die die Ermittlungen übernommen haben, bedeckt. Man will nicht sagen über welche Häfen die Drogen verschifft wurden. Nach Angaben des LKA handelt es sich vermutlich um die größte Menge Kokain, die je in Mecklenburg-Vorpommern gefunden wurde.

So viel wurde bekannt: Mitarbeiter des in der Nähe der Ostseeinseln Usedom und Rügen gelegenen Aldi-Logistikzentrums in Jarmen sowie sechs Rostocker Filialen der Supermarkt-Kette (die in Österreich unter dem Namen Hofer firmiert) hatten am Mittwoch insgesamt rund 500 Kilogramm Kokain in den Bananenschachteln entdeckt, wie ein Sprecher des Unternehmens bestätigte. Details wollte er allerdings nicht nennen.

Drogenlieferung lief offenbar schief
Die Ermittler gehen davon aus, dass den Drogenschmugglern bei der Lieferung eine Panne unterlaufen ist. „Normalerweise werden geschmuggelte Drogen bereits im Hafen abgezweigt“, sagte die Sprecherin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Stattdessen landete das Rauschgift bei Aldi.

Kokain wird fast regelmäßig in Obstkisten und Schiffscontainern gefunden: Erst vergangen Woche sind 87 Kilogramm in Supermärkten im Rhein-Main-Gebiet entdeckt worden. Im November 2018 fand man in Hamburg eine Tonne, im Dezember in Leverkusen 120 Kilogramm der Droge.

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