Kommt Barisic?

Rapid im Tief: Grün-weiße Chaostage in Hütteldorf

Nach dem Sturz ins Abstiegs-Play-off ist bei Rapid auch die Zukunft von Sportchef Bickel offen. Der sagt: „Jetzt schmeiße ich nicht hin“. Der Klub gleicht einer Schlangengrube. Außerdem machen Gerüchte um eine Barisic-Rückkehr die Runde (was Trainer Didi Kühbauer am Rande des „Krone“-Fußballfests dazu zu sagen hatte, sehen Sie im Video oben).

„Ich schließe nur aus, dass ich jetzt alles hinschmeiße. Wir sind in der Pflicht, zu retten, was noch zu retten ist." Nach einer schlaflosen Nacht entgegnete gestern Fredy Bickel, dass er nach dem Sturz ins Abstiegs-Play-off sofort sein Amt als Sportdirektor zur Verfügung stellt. Aber: In den nächsten Tagen wird die Lage der grün-weißen Nation analysiert. Auch die Rolle des Schweizers.

„Seit zwei Jahren gleiches Problem“
Dessen (Transfer-)Ausbeute schlecht, er selbst nach dem 2:2 gegen Hartberg und der Platz-8-Blamage gebrochen ist: „Wir haben seit zwei Jahren das gleiche Problem. Die Mannschaft fällt in sich zusammen, wenn etwas gegen sie läuft.“ Rapid stagniert auf einem inakzeptablen Niveau.

Hier ein vor zwei Wochen aufgezeichnetes Interview mit Fredy Bickel, in dem er auch über die noch nicht unterschriebene Vertragsverlängerung spricht:

Weshalb es ein im Fußball-Geschäft logischer Schritt wäre, sich von Bickel zu trennen. Nur hatte Präsident Michael Krammer erst im Winter dessen Verlängerung verkündet. Per Handschlag besiegelt. Mit einer beidseitigen Ausstiegsklausel im Herbst 2019, da im November ein neues Präsidium übernehmen soll.

Barisic statt Bickel?
Das macht Sinn. Aber die Verlängerung mit Bickel wurde bis heute nicht unterschrieben. Das sorgt(e) für Skepsis. Zumal in Hütteldorf gezielt Gerüchte (nicht von Krammer) gestreut werden. Etwa über die Rückkehr von Zoran Barisic, bislang eigentlich „nur“ ein Trainer, als Sportdirektor. Erste Gespräche soll es bereits gegeben haben. Womit Bickel intern endgültig “beschädigt" wäre, das Ende seiner Ära naht. Das gegenseitige Vertrauen ist weg.

Nur wann sollte ein neuer Sportchef übernehmen? Jetzt oder im Sommer, mit der Gefahr, dass das neue Präsidium andere Pläne hat? So sind die Chaostage prolongiert, droht auch die nächste Saison den Bach runterzugehen. Denn Rapid ist zwar auf dem Platz keine Einheit, aber in vielen Bereichen des Klubs sogar eine Schlangengrube.

Rainer Bortenschlager, Kronen Zeitung

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