08.03.2019 15:00 |

Das Paracelsusbad

Wunschprojekt oder ein verwunschenes Projekt?

Jahrzehntelang wurde in Salzburg über den Neubau des Paracelsusbades diskutiert. Da stritten die Roten mit den Schwarzen, die Bürger konnten sich nur mit Tausenden Unterschriften wehren und dann kam es auch noch zu Ungereimtheiten mit den Architekten. Die „Krone“ hat die Chronik zum Spaßbad-Schicksal.
  • Der Neubau des in den 1950er Jahren errichteten Bades war eines der Wahlversprechen der SPÖ 1991.
  • Anstatt eines Erlebnisbades in der Peripherie setzten sich die Bürger vor der Wahl 2004 mit mehreren Tausend Unterschriften für den Erhalt des Paracelsusbades im Herzen der Stadt ein.
  • Im Juli 2009 hat der „Bädergipfel“ keine Entscheidung gebracht. Während der damalige Stadtchef Heinz Schaden für einen Totalabriss und Neubau eingetreten ist, sprach sich sein Vize Harald Preuner aus Spargründen für eine Sanierung während des laufenden Betriebes um elf Millionen Euro aus.
  • Im Februar 2010 wurde entschieden, dass das Hallenbad doch nicht unter Denkmalschutz steht und abgerissen werden darf.
  • Im September 2012 hat die Stadt einen Architektenwettbewerb ausgeschrieben und sich zunächst für den Entwurf zweier Berliner Architekten entschieden.
  • Ihnen wurde zwei Jahre später jedoch aufgrund von gravierenden technischen Mängeln eine Absage erteilt. Die Kosten seien auch zu hoch gewesen. Experten rechneten 2013 mit bis zu 90 Millionen Euro.
  • Als endgültiger Gewinner wurde der Entwurf des Architekturbüros Berger + Parkkinen gekürt.
  • Ende 2016 – die geschätzten Kosten betrugen „nur” noch 57 Millionen Euro – wurde das alte Bad geschlossen und am 9. Jänner 2017 mit dem Abriss begonnen.
  • Die Fertigstellung ist im heurigen Sommer geplant. Dann wird das Kurhaus abgerissen und neu gebaut.
  • Im August 2018 wollte der rote Stadtvize Bernhard Auinger noch ein Foto- und Filmmuseum auf dem Kurhaus-Areal errichten lassen.
Sandra Aigner
Sandra Aigner
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