15.02.2019 18:07 |

Nach Podiumsdiskussion

Strache: Herzlicher Abschied von Autor Broder

Vizekanzler Heinz-Christian Strache hatte am Mittwochabend in den Wiener Kursalon Hübner geladen, um über „islamischen Antisemitismus“ zu diskutieren. Während Publizist Henryk M. Broder am Podium von einem „unlösbaren Problem“ sprach, gab sich Strache kämpferisch: „Aufgeben tut man einen Brief“, sagte der FPÖ-Chef und kündigte weitere Schritte gegen den politischen Islam an. Der Abschied mit Broder, dessen Eltern die Gräueltaten der Nazis in den KZs überlebten, fiel herzlich aus.

Broder hatte bei der Podiumsdiskussion auf die Feststellung des moderierenden „Presse“-Chefredakteurs Rainer Nowak, wonach eine Rate von sechs bis neun Prozent an muslimischen Mitbürgern in Österreich noch keine „Islamisierung“ darstelle, erklärt, die Prozentzahl der Muslime sei „irrelevant“: „Die Islamisierung ist keine Frage der Prozente.“ In Deutschland sei nur ein Prozent der Bevölkerung schwer kriminell. „Wir schaffen trotzdem nicht Polizei oder Justiz ab, mit der Begründung, es sind nur so wenige.“

„Liberale Muslime müssen sich selbst helfen“
Zur Frage, wie man den liberalen Muslimen helfen könnte, hatte Broder eine klare Antwort: „Wir sollten gar nicht so tun, als wären wir dazu in der Lage. Wir werden mit hausgemachter Kriminalität nicht fertig und dann kommen wir auf die Idee, dass wir 1,4 Milliarden Menschen helfen sollen. Das zeigt das ganze Elend des Abendlandes. Wir haben ein Problem, das unlösbar ist“, sagte er. Helfen müssten sich die liberalen Muslime selbst, so sein Credo.

Strache kündigte dazu Maßnahmen gegen den „politischen Islam“ an. Alles, was sich hinter dem radikalen Islam versteckt, müsse definiert und verboten werden. Es gehe etwa um „nachhaltige Schließungen“ von entsprechenden Vereinen und das Außer-Landes-Bringen von „Hasspredigern“. Es gelte das „Lebensprinzip, zu retten, was zu retten ist“.

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