13.02.2019 11:00 |

Statistik für 2018

Tirol mit höchstem Rückgang bei Firmeninsolvenzen

Die endgültigen Zahlen der Creditreform Firmeninsolvenzstatistik für das Gesamtjahr 2018 zeigen einen weiteren Rückgang bei den Unternehmensinsolvenzen auf einen historischen Tiefststand seit 17 Jahren. Die Zahl der Verfahren ist um 1,8% auf 5224 gesunken. Die Zahl der eröffneten Verfahren ist dabei um 1,5% auf 3113 Fälle, die Zahl der mangels kostendeckenden Vermögens abgewiesenen Fälle um 2,1% auf 2111 zurückgegangen. Tirol führt dabei das Bundesländerranking an.

Obwohl vor allem Klein- und Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Mitarbeitern betroffen waren, war das vergangene Jahr von zahlreichen Insolvenzen namhafter Unternehmen geprägt: NIKI Luftfahrt GmbH, Forstinger Österreich GmbH, Charles Vögele (Austria) GmbH, die Rosenberger-Gruppe und die Waagner-Biro-Gruppe. Die Insolvenzgründe lagen vor allem in kaufmännischen Fehlern des Managements, in Liquiditätsproblemen aufgrund sinkender Margen und Forderungsverlusten.

Bundesländervergleich
Der Blick auf die Bundesländer zeigt den stärksten Rückgang in Tirol (-9,4%), in Salzburg (-8,5%) und in Kärnten(-7,3%). Lediglich im Burgenland (+14,3%) und in Niederösterreich (+8,0%) gab es einen Zuwachs an Insolvenzen. Die höchste Insolvenzbetroffenheit herrschte in Wien mit 17 Insolvenzen pro 1000 Unternehmen. Österreichweit wurden im Durchschnitt 11 Insolvenzen pro 1000 Unternehmen gezählt.

Branchenvergleich
Den stärksten Rückgang verzeichneten die Branchen „Beherbergungs- und Gaststättenwesen“ (Tourismus) mit Minus 11,6% und die „Sachgütererzeugung“ (Industrie) mit Minus 7,1%. Den größten Zuwachs meldeten das „Kredit- und Versicherungswesen“ (+6,6%) und der Handel (+5,4%). Trotz konjunkturbedingter guter Auftragslage ist die am stärksten betroffene Branche nach wie vor das „Bauwesen“ mit den meisten Insolvenzen (25) je 1000 Branchenunternehmen.

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