08.02.2019 13:40 |

Mit 121 Polizisten

Bitcoins geschürft: Großrazzia gegen Stromdiebe

Der deutschen Polizei ist ein schwerer Schlag gegen eine Bande von Stromdieben geglückt, die unter Umgehung des Stromzählers im großen Stil digitales Geld wie Bitcoin und Ethereum geschürft haben. 121 Polizisten beschlagnahmten bei der Razzia rund 50 Rechner.

Bei der Razzia im Landkreis Zwickau nahe Chemnitz hat das Großaufgebot der Polizei acht Objekte durchsucht. Sechs Personen - fünf Männer und eine Frau - stehen unter Verdacht, mit gestohlenem Strom digitales Geld erzeugt zu haben.

49 Rechner erzeugten Kryptogeld
In einem der durchsuchten Objekte fanden die Ermittler insgesamt 49 Rechner zur Kryptogeld-Erzeugung vor, bei 30 davon soll es sich um spezielle Mining-Computer gehandelt haben. Überdies fanden die Ermittler 80 Grafikkarten, die zum Schürfen von Kryptogeld genutzt wurden.

Den Strom für die Installation sollen die Verdächtigen unter Umgehung des Stromzählers abgezapft haben. Dem Stromanbieter ist dabei seit Anfang 2017 laut „Heise“ ein Schaden von rund 220.000 Euro entstanden. Der Stromverbrauch von fast 400.000 Kilowattstunden im Jahr habe jenem von rund 30 normalen Haushalten entsprochen.

Es drohen bis zu fünf Jahre Haft
Den Verdächtigen - drei von ihnen wurden vorläufig festgenommen - droht nun wegen des Tatbestands der Entziehung elektrischer Energie eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren. Wie viel Kryptogeld sie mit dem gestohlenen Strom erzeugt haben, ist bislang noch nicht bekannt.

Von der Polizei heißt es lediglich, dass die Kryptowährungen Bitcoin, Ethereum und Dash erzeugt wurden. Generell lohnt sich die Erzeugung digitaler Gelder nur dort, wo der Strom extrem billig - oder wie in diesem Fall gratis - ist.

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