Mi, 19. Dezember 2018

Section Control kommt

05.12.2018 16:30

Arlbergtunnel: Rasern geht es nun an den Kragen!

Mit Beginn am 6. Dezember gibt es im Arlbergtunnel (S 16 Arlberg Schnellstraße) eine wesentliche Neuerung: Eine Section Control Anlage wird zukünftig die Einhaltung der Geschwindigkeit im längsten Straßentunnel Österreichs überwachen. Der Grund dafür: Immer wieder kommt es im einröhrigen Tunnel mit Gegenverkehr trotzt Verbotes zu gefährlichen Überholmanövern.

Die Section Control ist nach Meinung von ASFINAG, Polizei und den zuständigen Behörden die bestmögliche Präventivmaßnahme gegen Überholen im Tunnel. Seit dem Abschluss des Sicherheitsausbaus verfügt der Arlbergtunnel über moderne Sicherheitstechnologien und Sensoren. Die daraus gewonnen und mittlerweile ausgewerteten Daten zeigen: Vor allem in den Nachtstunden mit wenig Verkehr gibt es bis zu 20 Überholmanöver. Und das, obwohl es strengstens verboten ist.

Sicherheitsgefühl steigt durch Section Control
„Die Section Control ist eine Sicherheitseinrichtung, die wirklich was bringt. Seit 15 Jahren haben wir damit gute Erfahrungen in anderen Bundesländern gemacht. Überall, wo Section Control Anlagen eingesetzt werden, haben die Unfallzahlen ab- und das Sicherheitsgefühl zugenommen. Wir wollen das Bewusstsein schaffen, dass das Überholen im Tunnel weder Zeit spart noch ungefährlich ist“, so ASFINAG-Geschäftsführer Stefan Siegele.

Überholer sind Hochrisikolenker
Auch die Polizei weist im Zuge dessen auf die große Gefahr des Überholens in einem Tunnel mit Gegenverkehr hin. "Wer in einem Straßentunnel mit Gegenverkehr und ungeachtet aller Verbotszeichen und Sperrlinien überholt, gilt als Hochrisikolenker und riskiert nicht nur sein eigenes Leben und seine eigene Gesundheit, sondern auch Leben und Gesundheit der anderen Verkehrsteilnehmer.

Erstmals in Westösterreich
Die Section Control Anlage im Arlbergtunnel ist somit die erste und einzige Anlage im Westen Österreichs. Derzeit gibt es fünf stationäre Section Control Anlagen in ganz Österreich. Die ASFINAG setzt seit 15 Jahren auf diese Technologie - und das mit Erfolg. Die Erfahrungen zeigen, dass Unfallzahlen in diesen Bereichen rückläufig sind und die Disziplin zur Einhaltung der Geschwindigkeit deutlich gestiegen ist. Die ASFINAG investiert 800.000 Euro in die Anlage. Für die Überwachung der Geschwindigkeit an sich ist die Polizei zuständig. Die Strafverfolgung der Delikte fällt in die Zuständigkeit der Bezirkshauptmannschaften. Für mögliche Strafen gilt ab dann die übliche Toleranz, die es auch bei herkömmlichen Radarkästen gibt.

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