01.12.2018 22:35 |

Schmidhofer vor Hütter

Lake Louise: Doppelsieg für unsere ÖSV-Ladies!

Nicole Schmidhofer ist derzeit nicht zu stoppen, die Steirerin ließ am Samstag ihrem Premierenerfolg im Weltcup den nächsten folgten. Sie gewann auch die zweite Abfahrt, dieses Mal 0,44 Sekunden vor ihrer näheren Landsfrau Cornelia Hütter und 0,47 vor der Schweizerin Michelle Gisin. Vier Österreicherinnen kamen in die Top neun, sechs in die Top 15.

Letzte Abfahrts-Doublegewinnerin aus Österreich in Lake Louise war vor exakt 20 Jahren Renate Götschl. Zum bisher letzten Mal im Weltcup zwei Österreicherinnen auf den Rängen eins und zwei auf dem Abfahrtspodest standen am 2. März 2014 in Crans Montana Andrea Fischbacher von Anna Fenninger (jetzt Veith).

Schmidhofer wird mit der Höchstpunktezahl in der Abfahrt aus Kanada abreisen, sie hat im Disziplinweltcup 200 Punkte auf dem Konto, es folgen Gisin mit 140 und Hütter mit 106. Im Gesamtweltcup führt die Tagesvierte Mikaela Shiffrin aus den USA mit 389 vor Gisin (233), Schmidhofer ist Vierte.

„Ich habe es sehr gut getroffen, ich habe mir gedacht, es ist fast zu schön“, sagte Schmidhofer, die im ORF-Interview erzählte, dass sie ihre Socken vergessen hatte. So musste sie für das Rennen auf die alten vom Vortag zurückgreifen und wird diese ab sofort als neue Glückssocken behandeln.

Die Nachfolge von Götschl anzutreten, ehrt Schmidhofer. „Wenn du mit der Renate im gleichen Satz genannt wirst, ist das schon was Cooles.“ Dass sie ihre ersten Siege in Kanada feierte, kam der Super-G-Weltmeisterin nicht so ungelegen, der Rummel hielt sich in Grenzen. „Man hat hier seine Ruhe, ich hätte es mir nicht besser aussuchen können“, meinte sie in Anbetracht von drei Rennen in drei Tagen, Sonntag folgt ja noch der Super-G.

„Schmidi hat es echt drauf, ich bin extrem froh, dass ich vorne dabei bin, wirklich cool“, meinte Hütter, die nach Platz zehn im Vortagsrennen sehr verärgert gewesen war. „Ich wusste, dass ich schnell bin. Aber nur reden bringt nichts, ich muss es auch zeigen, mir ist ein Stein vom Herzen gefallen.“

Ebenfalls eine Steigerung gab es für die sechstplatzierte Ramona Siebenhofer im Vergleich zum Freitag (13.). „Ich bin viel besser Ski gefahren als gestern, da habe ich es mir nicht zugetraut. Ich bin froh, dass ich heute die Kurve gekratzt habe, und freue mich, dass eine bessere Platzierung rausgeschaut hat.“ Zu Schmidhofer meinte sie. „Sie ist sehr ruhig geblieben, da kann man nur den Hut ziehen.“ Stephanie Venier kam auf Rang neun, Christine Scheyer auf 13 und Anna Veith auf 15.

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