19.11.2018 12:30 |

Ab 22.11. bei Hofer

„tint“: Smartes Licht zum günstigen Preis im Test

Unter der Marke „tint“ bringt der deutsche Leuchtmittel- und Lampenspezialist Müller-Licht diesen Donnerstag eine preisgünstige Alternative zu den smarten LED-Lampen etablierter Hersteller in die Filialen des heimischen Diskonters Hofer. krone.at hat sie vorab getestet.

Gerade jetzt, wenn es draußen wieder früher und länger dunkel ist, sehnen sich viele nach Behaglichkeit in den eigenen vier Wänden. Licht kann dazu einen entscheidenden Beitrag leisten, insbesondere wenn es „smart“ ist und sich in seiner Farbtemperatur unterschiedlichen Stimmung anpassen lässt.  Anbieter entsprechender Lampen gibt es inzwischen diverse, die teils hohen Anschaffungskosten und die nicht immer einfache Handhabung schrecken viele Konsumenten jedoch ab. Abhilfe verspricht jetzt der deutsche Hersteller Müller-Licht mit seiner smarten Lampenserie „tint“. Das Motto: „eindrehen, fertig, los“.

Einfache Installation und Bedienung
Tatsächlich ist die Installation eine der großen Stärken des Systems. Ein spezielles Gateway, das zwecks Kommunikation mit den Lampen an den heimischen WLAN-Router gestöpselt werden muss, braucht es für „tint“ nämlich nicht. Bedient werden die smarten LED-Lampen stattdessen ganz klassisch per Fernbedienung (im Starter-Set enthalten). 
Und an der könnte sich manch anderer Hersteller durchaus ein Vorbild nehmen. Während etwa das „Philips Hue“-Pendant nur das Ein- bzw. Ausschalten und Dimmen der Leuchten erlaubt, können mit der tint-Fernbedienung intuitiv Farbe und Farbtemperatur sowie vordefinierte Licht-Stimmungen ausgewählt werden, darunter „Lagerfeuer“, „Party“, „Romantik“ oder „Sonnenuntergang“.

Zudem lassen sich mittels Fernbedienung unkompliziert bis zu 50 smarte Lampen in maximal drei Gruppen unterteilen und steuern. So können für unterschiedliche Räume unterschiedliche Lichtstimmungen oder Helligkeiten eingestellt werden. Wer mit der Fernbedienung, die sich übrigens mittels Magnet recht komfortabel an der beiliegenden Wandhalterung befestigen lässt, eine ganz bestimmte der 16 Millionen möglichen Farben auswählen, einzelne Lampen gezielt ansteuern oder programmieren möchte, stößt dann allerdings doch schnell an seine Grenzen.

Bereit fürs Smart-Home
Praktischerweise ist tint dank Unterstützung des Funkstandards ZigBee 3.0 jedoch kompatibel zu gängigen Smart-Home-Systemen wie Osram Lightify oder dem bereits erwähnten Philips Hue, sodass sich die Lampen in bestehende Systeme einbinden und dann präziser über die dazugehörigen Apps ansteuern und programmieren, aber auch mit Anwendungen wie Amazons intelligenter Sprachassistentin Alexa koppeln lassen. 

Das Einbinden in ein bestehendes Smart-Home-System gelingt problemlos, wie wir anhand von Philips Hue testen konnten - vorausgesetzt, die LED-Lampe wurde zuvor nicht bereits mit der tint-Fernbedienung gekoppelt. In diesem Fall muss die Lampe zunächst durch fünfmaliges Ein- bzw. Ausschalten zurückgesetzt werden, ehe sie über die Suche nach neuen Lampen in der Philips-Hue-App hinzugefügt werden kann.

Preise und Verfügbarkeit
Das Starter-Set inklusive Fernbedienung gibt es wahlweise mit bunter 9,5-Watt-Birne (E27-Fassung) oder samt Reflektor (GU10-Fassung, 5,6 Watt) zum Preis von rund 35 Euro. Dazugehörige Erweiterungslampen gibt es für rund 20 Euro das Stück, lediglich warmweiße Lampen - auch als E14-Kerze mit 5,8 Watt - für rund 15 Euro. Zum Vergleich: Philips-Hue-Nutzer zahlen für eine einzelne farbige Erweiterungslampe aktuell günstigstenfalls rund 45 Euro, für die nur warmweiße Birne werden rund 25 Euro fällig.

Fazit: Wer auf der Suche nach einem einfachen und relativ preiswerten Einstieg in die Welt der Smart-Home-Beleuchtung ist, ist bei tint gut aufgehoben. Interessant dürften die Lampen aber auch für all jene sein, die ihr bestehendes, ZigBee-kompatibles System mit vergleichsweise günstigen Lampen erweitern wollen. Auszusetzen hatten wir an den tint-Lampen jedenfalls nichts - aufgefallen ist lediglich ein kurzes, allerdings nicht störendes Flackern beim Umschalten zwischen unterschiedlichen Lichtstimmungen. Angaben über die tatsächliche Lebensdauer der LED-Lampen lassen sich nach rund einer Woche im Einsatz verständlicherweise keine machen. Der Hersteller gibt diese mit durchschnittlich 25.000 Stunden an.

Sebastian Räuchle
Sebastian Räuchle
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