Großklubs im Tief

Rapid, Austria, Sturm: 59 Titel wanken zum Abgrund

Rapid (32 Meistertitel), die Austria (24) und Sturm (3) müssen um den Einzug in das Meister-Play-off gehörig zittern. Erwischt es nur einen oder gar zwei? In Graz soll es wie erwartet Roman Mählich richten. (Im Video oben sehen Sie Michi Konsels Spieltag-Analyse).

Einer Austria unwürdig
 Zwei Punkte aus den letzten fünf Spielen, aber bei Violett ist noch nicht Feuer am Dach. Ergebnisse müssen her, Floskeln zählen nicht.

Bescheiden ist man am Verteilerkreis geworden. Sehr bescheiden sogar. Die Zeiten, in denen man sich anschickte, Salzburg-Jäger Nummer eins sein zu wollen, sind lange vorbei (obwohl man auch diese Saison dies als Ziel ausgegeben hatte), jetzt hat es den Anschein, dass man schon zufrieden ist, wenn man gegen den Meister erst spät verliert, kämpferisch eine solide Leistung abgeliefert hat.

Das kann es am Ende des Tages dann aber doch nicht gewesen sein. Eine Aufstellung, die einer Mauertaktik glich, von Beginn an zeigte, dass man auf ein 0:0 hoffte, ein Spiel, in dem man kein einziges Mal (!) auf das Tor des Gegners schoss, und das noch dazu daheim - das können doch nicht die Ansprüche der Austria sein!

Unterm Strich, und das zählt, stehen aus den vergangenen fünf Spielen magere zwei Punkte zu Buche, nur Admira war um zwei Gegentore schlechter (siehe Tabelle rechts). Einer Austria unwürdig, da ist es schon verwunderlich, dass Trainer Thomas Letsch (Bild) intern nicht angezählt ist.

Das Zauberwort heißt „Ruhe“, damit will man den Weg aus der Krise finden. Nach der Länderspielpause warten Admira, St. Pölten und Mattersburg, da sind nur noch Ergebnisse gefragt, kommt man mit Floskeln wie „Reaktion gezeigt, aufopferungsvoll gekämpft“ (Sportchef Ralf Muhr nach dem 0:2 gegen Salzburg) nicht mehr weiter. Sonst landet man unter dem Strich - glaubt noch keiner, kann aber Realität werden!

Peter Klöbl, Kronen Zeitung

Rapid: „Das ist einfach zu wenig“
Rapid-Trainer Didi Kühbauer nimmt nach der Pleite in Wolfsberg die Spieler in die Pflicht. Zuversicht gibt ihm der größer werdende Kader.

Die Pleite in Wolfsberg ließ Didi Kühbauer (Bild) Klartext in Richtung Spieler sprechen: „Es muss ihnen klar sein: Wir sind noch immer Rapid. Und das ist einfach zu wenig.“ Was ihm besonders missfiel, war das Verhalten nach dem 1:1: „Da sind wir in uns zusammengefallen, zeigten dasselbe Muster wie nach der Pause in Altach.“

Der intensive Rhythmus - sieben Spiele binnen 22 Tagen - reicht ihm als Erklärung nicht: „Selbst wenn ich körperlich nicht am besten Stand bin, muss ich versuchen, etwas auszustrahlen.“ Sein Fazit: „Ein Profi muss Rückschläge wegstecken können - doch wir schaffen das derzeit nicht.“

Ein Defizit, bei dem auch Kühbauer an die Grenzen stößt: „Das kann kein Trainer der Welt beheben. Das müssen sie selbst tun. Du kannst sie unterstützen. Aber sie sind die Spieler auf dem Platz, die es dann ändern können.“ Die Top-6 und den neuen Modus blendet er aus: „Daran dürfen wir jetzt nicht denken, müssen von Spiel zu Spiel schauen.“ In der Kühbauer-Tabelle ist Rapid nach fünf Spielen unter ihm Fünfter - damit weiter nur Mittelmaß!

Was ihm Zuversicht gibt, ist, dass der Kader größer wird, Verletzte retourkommen: „Der Druck für die Spieler wächst. Bislang hat manch einer gewusst, dass, wenn es nicht so läuft, er dennoch spielen kann. Das wird nach der Pause für den Trainer wunderbar werden, für die Spieler weniger.“ Und muss auch in den Ergebnissen seinen Niederschlag finden.

Christian Reichel, Kronen Zeitung

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