16.10.2018 08:20 |

Kammern und Traboch

Zwei Gemeinden wehren sich gegen Schotterabbau

Mit dem einen Schotterabbau leben sie schon seit langem; dass nun hier aber noch zwei weitere Anlagen ihren Betrieb aufnehmen sollen - das lassen sich die Bewohner von Kammern und Traboch nicht gefallen. Bürgermeister und Initiativen kämpfen mit aller Vehemenz gegen eine „weitere Verlärmung“ ihrer Heimat.

Die Bewohner der Kammerner Ortsteile Mötschendorf, Sparsbach und Liesing sowie der angrenzenden Siedlungsgebiete der Gemeinde Traboch sind in Alarmbereitschaft. Wie berichtet haben die Rohrdorfer Gruppe und ein Privater um die Genehmigung für einen Schotterabbau angesucht. Der Widerstand ist allerdings enorm: „Wir leben ohnehin schon in einem verlärmten Tal. Die Belastung würde weiter steigen, immerhin ist von etwa 500 Lkw-Fahrten täglich auszugehen. Das ist für die Anrainer nicht zumutbar“, bezieht Joachim Lackner, seit fünf Jahren Bürgermeister von Traboch, eindeutig Stellung.

Gang zum Verwaltungsgerichtshof nicht augeschlossen
1200 Unterschriften haben zwei extra gegründete Bürgerinitiativen in der Region bereits gesammelt, die Gemeinde will etwaige Bewilligungen bis zur letzten Instanz bekämpfen: „Es ist völlig unverständlich, dass jedes Ansuchen einzeln verhandelt wird und keine Gesamtbetrachtung erfolgt. Ab 20 Hektar wäre ja eine Umweltverträglichkeitsprüfung notwendig, aber davon ist leider keine Rede“, schüttelt Lackner den Kopf.

Barbara Winkler
Barbara Winkler
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