Fr, 21. September 2018

Weitere Schlappe

11.09.2018 07:54

Wiener Taxler brummen Uber 100.000 Euro Strafe auf

Das Exekutionsgericht Innere Stadt in Wien hat über den Fahrdienstanbieter Uber neuerlich zwei Geldstrafen in Höhe von insgesamt 100.000 Euro verhängt. Das gab die Taxi-Zentrale 40100 in einer Aussendung bekannt. Insgesamt habe das für die Causa zuständige Bezirksgericht nun bereits neun Strafanträgen stattgegeben.

„Das Exekutionsgericht hat den Strafbeschluss zum achten Antrag allein aufgrund der Tatsache, dass Uber seine App und die Homepage zur Verfügung stellt, erlassen. Die Uber-App, wie sie derzeit in Wien funktioniert, verstößt gegen die Einstweilige Verfügung und ist illegal“, so Taxi 40100-Anwalt Dieter Heine.

Der Streit geht im Wesentlichen darum, dass Uber mit einer Mietwagenkonzession tätig ist und daher zwar nicht an die Taxigebühren gebunden ist, dafür aber die Wagen nach jeder Fahrt in die Zentrale zurückkehren bzw. alle Aufträge am Firmensitz entgegennehmen müssen. Taxi 40100 macht nun laufend Probefahrten und hält fest, wie die Fahrt abgewickelt wurde.

Geldstrafen in Höhe von 320.000 Euro angehäuft
In den vergangenen Monaten hat 40100 laut eigenen Angaben Dutzende Verstöße von Uber-Fahrern, die sich nicht an die Auflagen der Einstweiligen Verfügung vom April hielten, dokumentiert und an das Gericht weitergeleitet. Insgesamt neun Strafanträgen hat das Exekutionsgericht bisher stattgegeben. Die Geldstrafen betragen in Summe 320.000 Euro.

Uber kann versuchen, sich per Rekurs oder Klage gegen die Beschlüsse zu wehren. Werden solche nicht eingebracht oder abgewiesen, wird die Strafbewilligung rechtskräftig.

 krone.at
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