Mi, 26. September 2018

Ausbruch wäre fatal

26.08.2018 06:58

Gefahr der Schweinepest ist noch nicht gebannt

Die Aufregung war groß, als im Vorjahr und zuletzt im April Fälle der Afrikanischen Schweinepest in die Nähe unseres Bundeslandes rückten. Aktueller Stand: Obwohl kein Risiko für Menschen besteht, bleiben die Sicherheitsmaßnahmen aufrecht, da die Folgen eines Falls dramatisch wären. Was manche kritisch sehen.

2014 meldete, wie der Verein „Land schafft Leben“ weiß, mit Litauen erstmals ein EU-Land einen Erkrankungsfall, im Juni 2017 und April 2018 rückten mit Tschechien und Ungarn Fälle auch uns räumlich nahe.

„Und eben erst gab es in China einen enormen Ausbruch“, so Landesveterinär Peter Wagner. Er erklärt: „Wir sind für die Schweinegesundheit verantwortlich. Daher halten wir die anhaltenden Vorsichtsmaßnahmen für dringend notwendig und nehmen sie auch ausgesprochen ernst.“

Virus hält sich ewig
Und: „Es geht nicht immer nur um den Menschen und darum, dass er sich hier nicht anstecken kann. Ein infiziertes Tier stirbt elendiglich!“ Der Virus greift quasi die Gefäßwände an, macht diese durchlässig, „das Tier verendet an innerer Verblutung“. Die Pest ist nur unter Schweinen höchst ansteckend (sogar über Kleidung, der Virus hält sich ewig in Würsten). Daher müssen Landwirte und Hobby-Halter, die Schweine im Freien haben (wo diese eben mit wilden Artgenossen in Kontakt kommen könnten), die Tiere mit einem zweiten Zaun mit einem Meter Abstand zum ersten sichern.

Es ist nicht nur die Angst um die Tiere, auch die wirtschaftlichen Auswirkungen wären „dramatisch“, so Wagner. „Gäbe es in Österreich nur einen einzigen Fall, dürfte das ganze Land kein Schweinefleisch mehr exportieren. Was vor allem die Steiermark mit voller Wucht treffen würde.“ Betroffene Gebiete würden zum Seuchengebiet erklärt.

Auch die Jäger nehmen die Verantwortung ernst: „Unsere Leute wurden bei Vorträgen und schriftlich informiert, sensibilisiert und geschult“, so Landesjägermeister Franz Mayr-Melnhof-Saurau. Mit den Abschüssen von Wildschweinen läge man heuer bislang dennoch unter dem Vorjahreswert - um 170 waren es weniger. „Weil wir den Bestand schon davor eher gering gehalten haben, war nicht mehr nötig.“ Der Landesjägermeister betrachtet das Thema „nicht mit Sorge, aber mit höchster Wachsamkeit“.

Wichtiger Appell: Wenn Sie im Wald ein verendetes Wildschwein entdecken, sofort die Behörde alarmieren!

Christa Bluemel
Christa Bluemel

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