Fr, 16. November 2018

Auf der Landstraße

14.08.2018 13:25

Wie gefährlich ist der Crash im Kleinstwagen?

Kollisionen mit schrägem Aufprall und geringer Überdeckung der Fahrzeuge werden derzeit nicht von Laborcrashtests abgedeckt. Besonders auf Landstraßen ist diese Unfallart aber sehr häufig. Da künftig mehr Kleinstwagen und kleine Elektrofahrzeuge zu erwarten sind, hat der ÖAMTC-Partnerklub ADAC exemplarisch einen Skoda Citigo, einen Renault Twingo und einen Toyota Aygo in einem derartigen Szenario getestet. Fazit: In natura wollen wir das nicht erleben…

Mithilfe einer Crashbarriere wurde ein Unfall zweier Fahrzeuge mit jeweils ca. 40 Stundenkilometern simuliert. Untersucht wurde vor allem die Insassensicherheit. Prüfkriterien waren neben der Insassenbelastung die Qualität der Rückhaltesysteme und die Verformung der Fahrzeugstruktur. Ergebnis: Skoda schneidet insgesamt „gut“ ab, Renault und Toyota jeweils „befriedigend“ - mit reichlich Verbesserungspotenzial bei der Airbag- und Gurtauslegung.

Während die Rückhaltung durch Airbag und Gurtstraffer beim Skoda noch gut funktioniert, rutscht der Kopf des Fahrer-Dummys bei Renault und Toyota vom Airbag ab und gleitet beim Aygo sogar nur knapp an der Türbrüstung vorbei. Der Brustbereich der Fahrer ist in allen drei Pkw nicht ausreichend geschützt, im Toyota drohen sogar schwere Verletzungen.

Auch die Fahrgastzelle, der Überlebensraum für den Insassen, bleibt bei keinem der drei Pkw unbeschädigt. Der Skoda zieht sich dabei am besten aus der Affäre, weil es die A-Säule gerade noch schafft, die Last des Aufpralls abzufangen bzw. Energie aufzunehmen. Bei Renault und Toyota hingegen zeigen sich, trotz der geringen Unfallschwere, zum Teil deutliche Deformationen an A-Säule und Türschwelle.

„Die getesteten Fahrzeuge zeigen, dass moderne Stadtfahrzeuge den Belastungen im Crashtest Stand halten können, allerdings müssen die Hersteller bei der Front- und Seitenabsicherung noch nachbessern. Angepasste Airbagsysteme und bessere Sicherheitsgurt-Rückhaltesysteme als serienmäßige Ausstattung könnten hier wirksam helfen“, erklärt Dr. Reinhard Kolke, Leiter des ADAC Technikzentrums.

Auswertungen der ADAC-Unfallforschung zufolge machen Kollisionen mit geringer Überdeckung 18 Prozent aller Frontalunfälle aus. Ablenkung, Übermüdung oder risikoreiches Überholen sind häufige Ursachen. Das Risiko, schwerste Verletzungen bei diesen Unfällen davonzutragen, ist rund 10 Prozent höher als bei allen anderen Pkw-Frontalunfällen.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Positive Bilanz
Rapid: 2,37 Millionen Gewinn für 2017/18!
Fußball National
Kurz rügte Vorarlberg
NEOS: „Verhalten ist eines Kanzlers unwürdig“
Österreich
Beide enttäuschen
DFB- und ÖFB-Team derzeit im selben EM-Quali-Topf!
Fußball International
Online-Wahl in Italien
EBEL-Meister HC Bozen beliebter als Juventus
Eishockey
Bosnische Übermacht
Dragovic über Fans: „Haben uns angesch***en“
Fußball International
Rührend: Rooney-Adieu
„Bin von jetzt an nur noch Fan der ‘Three Lions‘“
Fußball International
Wilde Spekulationen
Top-Angebote: Forderte Arnautovic Mega-Gehalt?
Fußball International
Ermittlungen laufen
Leiche in Bach: Pole laut Obduktion ertrunken
Österreich
Unerwartetes Verhalten
iPhone X nach iOS-Update beim Aufladen explodiert
Elektronik

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.