Mo, 20. August 2018

Kläglich gescheitert

28.07.2018 06:00

EU wollte 5% Beamte abbauen - und hat jetzt mehr!

Das ging gründlich daneben: Eigentlich hatte die EU im Jahr 2013 beschlossen, dass die Zahl der Planstellen für Beamte abgebaut werden soll, und eine Reduktion von fünf Prozent vorgesehen. Ernüchternde Bilanz: Statt einer Reduktion wurden im vergangenen Jahr sogar mehr Beamte als zuvor beschäftigt!

Der Bürokratieabbau in Brüssel ist einmal mehr kläglich gescheitert. Im Jahr 2013 wurde eine schriftliche Vereinbarung zwischen EU-Parlament, Rat und der Kommission beschlossen. Schrittweise sollte der Stand der Planstellen um rund fünf Prozent reduziert werden.

Mehr Beamte, mehr Vertragsbedienstete
Ein nun aufgetauchtes Arbeitsdokument macht jedoch deutlich, dass offenbar genau das Gegenteil erreicht wurde: Die Zahl der tatsächlich besetzten Stellen stieg bis zum vergangenen Jahr sogar um 0,4 Prozent. Auch bei den Vertragsbediensteten war ein starker Anstieg zu verzeichnen, wie der ehemalige EU-Abgeordnete und Autor Martin Ehrenhauser nun aufdeckt.

Der Oberösterreicher kritisiert: „Eine Politik, die nicht in der Lage ist, beim Personal zu sparen, kann auch nicht die nötige Kraft haben, um Großes zu bewirken, etwa im Kampf gegen Steuerhinterziehung der Großkonzerne.“ Übrigens: Die Gesamtzahl der in der Tintenburg Brüssel tätigen Beamten beläuft sich aktuell auf ca. 50.000 Personen.

Gregor Brandl, Kronen Zeitung

 krone.at
krone.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.