Google-Webmail

Gmail: App-Anbieter lesen private Mails weiter mit

Web
03.07.2018 12:03

Vor etwas mehr als einem Jahr hatte Google den Nutzern seines Webmail-Dienstes Gmail versprochen, ihre Nachrichten nicht mehr zu scannen, um passende Werbung anzuzeigen. Jetzt wurde bekannt: Hunderte Entwickler externer Apps haben weiterhin Zugriff auf die privaten E-Mails von Nutzern des Google-Dienstes.

Ende Juni 2017 hatte der Internetkonzern mitgeteilt, dass sich Werbung in seinem Webmail-Dienst künftig wie bei anderen Google-Produkten nach den Einstellungen des Nutzers richtet. Die Praxis, private E-Mails der Nutzer automatisiert auf bestimmte, werberelevante Schlüsselwörter hin zu durchforsten, wurde damit eingestellt.

Doch wie das „Wall Street Journal“ nun berichtet, haben Hunderte Anbieter und Entwickler externer Apps offenbar nach wie vor Zugriff auf die E-Mails von Gmail-Nutzern. Zumeist würden die Nachrichten automatisiert ausgewertet, mitunter sollen jedoch auch Mitarbeiter der App-Anbieter auf die E-Mails zugegriffen haben.

(Bild: Google, krone.at-Grafik)

Übliche Praxis
Das Blatt zitiert Entwickler, denen zufolge diese Praxis gang und gäbe sei. Zwei Firmen gaben demnach an, zur Verbesserung von Algorithmen Tausende E-Mails von Gmail-Nutzern gelesen zu haben. Beweise dafür, dass die Daten missbraucht worden seien, gebe es bislang keine, schreibt das „Wall Street Journal“. Mit der Praxis hätte Google aber eine rote Linie überschritten.

Der Internetkonzern betont, dass App-Entwicklern erst nach einer Überprüfung durch das Unternehmen der Zugriff auf die Gmail-Konten gewährt wird. Einigen Entwicklern sei dieser wegen zweifelhafter Datenschutzpraktiken bereits verwehrt worden. Der Webmail-Dienst des Internetgiganten zählt weltweit über 1,4 Milliarden Nutzer.

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